Bremerhaven/Bremen - Nach einer gemeinsamen Sitzung des Bremer Senats und des Magistrats der Stadt Bremerhaven steht fest: Bei der Realisierung des Werftquartiers, einem neuen Stadtteil mit Platz für mehr als 6000 Menschen, wollen Bremen und Bremerhaven künftig eng zusammenarbeiten. Vor Journalisten bekräftigten am Dienstag Bremens Regierungschef Andreas Bovenschulte und Bremerhavens Oberbürgermeister Melf Grantz (beide SPD), dass Werftquartier habe ein derart großes Potenzial, dass es als Leuchtturmprojekt für nachhaltige Stadtentwicklung weiter vorangetrieben werden solle.
Die allererste Neubaumaßnahme auf dem 140 Hektar großen Gelände am Fischereihafen dürfte schon demnächst beginnen. Auf einem Grundstück an der Georgstraße entsteht dann das neue Polizeirevier Geestemünde. Dort einziehen wird außerdem die Landesbeauftragte für Datenschutz.
Gute Nachricht zudem für die Wohnungswirtschaft: Die Politik strebt möglicherweise schon für 2024 die Freigabe der Külken-Halbsinsel für die Bebauung an. Hier soll praktisch direkt am Wasser neuer Wohnraum entstehen. In der Planung sind zum Beispiel Reihenhäuser mit „Meerblick“. Außerdem will man der Petram-Gruppe ermöglichen, ihre Pläne im Werftquartier zügig umzusetzen. Investor Dieter Petram ging der bisherige Planungsverlauf, wie berichtet, zu langsam.
Während die für Häfen und Wissenschaft zuständige Senatorin Dr. Claudia Schilling (SPD) sich über einen neuen Wissenschaftscampus im Werftquartier freut, empfahl Bürgermeister und Stadtkämmerer Torsten Neuhoff (CDU), die Planungen nach und nach umzusetzen – auch, damit es nicht zu Abwanderungen aua anderen Ortsteilen komme.
