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NWZonline.de Region Bremerhaven

Corona: Auf Abstand in der Sonne sitzen

24.03.2020

Bremerhaven Es ist so gekommen, wie es die Behörden auch nach wie vor für dringend erforderlich halten: Das öffentliche Leben in Bremerhaven ist in den letzten Tagen weitgehend zum Erliegen gekommen. Restaurants haben geschlossen, nur der Außer-Haus-Verkauf ist noch erlaubt. In Lehe hatte ein Gastwirt eine Lautsprecherbox vor die Eingangstür gestellt und darüber weithin hörbar geltende Verhaltensvorgaben „ausgestrahlt“. Sogar Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) kam zu Wort.

Auch anderswo gähnende Leere. Das Rotlichtviertel gleicht eher einem Schwarzlichtviertel – alle Lampen aus und Vorhänge runter. Und in der Alten Bürger ist es abends so ruhig, wie man es wohl schon lange nicht mehr erlebt hat. Nur in Geestemünde hatte eine Bäckerfiliale geöffnet, in der einige Kunden am Tisch saßen und Kaffee tranken.

Doch die Polizei meldete vom vergangenen Wochenende auch mehrere unliebsame Zwischenfälle. So fuhren die Beamten am Sonnabend einen größeren Einsatz an der Straße Großer Blink. Dort fand allen Verboten zum Trotz eine Gartenparty statt, bei der die Gäste ausgelassen feierten und Alkohol konsumierten. Als die alarmierte Polizei für Ordnung sorgen und die Allgemeinverfügung zur Eindämmung des Corona-Virus durchsetzen wollte, reagierten mehrere Party-Besucher aggressiv. Gegen 13 von ihnen leitete die Polizei Strafverfahren ein. Zwei 33 und 41 Jahre alte Männer wurden festgenommen und eingesperrt.

„Wir wissen von nichts“

In der Nacht zu Sonntag war auch noch Betrieb in einem Lokal an der Bürger. Sowohl die Gäste als auch die Inhaberin behaupteten, die Corona-Auflagen gar nicht zu kennen. Die Polizei schloss die Kneipe und leitete auch hier mehrere Strafverfahren ein.

Auch Folgen für Häfen

Im Hafen scheint dagegen der Alltagsbetrieb kaum unter Corona zu leiden. Doch der Eindruck täuscht. Am besten zeigen sich erste Folgen an der Columbuskaje. Dort liegt, wie berichtet, die „Aidamar“ auf. Und dieser Kreuzliner könnte bald Gesellschaft erhalten, denn der Kreuzfahrtmarkt ist weltweit zusammengebrochen. Angeblich sollen mindestens drei Phoenix-Schiffe auf dem Weg nach Bremerhaven sein, um hier Reisen zu beenden. Niemand glaubt, dass es anschließend mit Gästen an Bord weitergeht.

Nach wie vor können sich Patienten seit Freitag vergangener Woche in die Corona-Teststation an der Dr.-Franz-Mertens-Straße 4 begeben – aber nur mit einer Überweisung durch den Hausarzt in der Tasche. Der Betrieb dort wird fortgesetzt, auch wenn eine Anwohnerin aus der Nachbarschaft, selbst zur Risikogruppe gehörend, vor dem Verwaltungsgericht Bremen geklagt hatte. Die Kammer wies den Eilantrag auf Schließung der Praxis zurück.

Polizei lobt Bürger

Weitgehend umgesetzt haben die Bremerhavener am Montag die Kontaktverbote im Freien (nicht mehr als zwei Personen). Das lobte die Polizei.

Heiner Otto Korrespondent / Redaktion Bremerhaven
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