Bremerhaven - Wie viele andere auch, verbringt Marco Schilling im Moment viel Zeit in seinem Homeoffice. Der Veranstaltungsleiter des Schaufensters Fischereihafen denkt bereits an die Zeit nach der Corona-Krise. „Gedanken machen kann man sich natürlich, konkret zu planen ist hingegen schwer“, gibt Schilling zu bedenken. Er ist es, dem das Schaufenster in den letzten Jahren einen gewaltigen Aufschwung zu verdanken hat.
Fischparty verschoben?
Abgesagt werden musste, wie berichtet, die große Fischparty, die vom 1. bis 3. Mai stattfinden sollte. Aber bedeutet abgesagt in diesem Fall vielleicht auch nur verschoben? „Wenn Sie mich fragen, dann würde ich die Fischparty später im Jahr nachholen. Vielleicht Ende September. Zeitlich wäre das machbar. Und ich bin sicher, dass die Menschen sich nach diesen nicht gerade einfachen Zeiten über ein solches Angebot freuen würden. Zunächst aber müssen wir abwarten, wie sich das alles entwickelt“, denkt Schilling laut nach.
Im Moment, weiß der Veranstaltungsmanager, ist die Stimmung bei vielen Kollegen schon jetzt auf dem Tiefpunkt, obwohl die angeordneten Maßnahmen gerade erst begonnen haben. Aber jeder Gastwirt und jeder Schausteller, der Fischparty und Sonntagsmärkte fest eingeplant hatte, kann sich an den fünf Fingern ausrechnen, wie sich die Krise auf seine Umsatzlage auswirken kann.
Schwieriger Start
Besonders hart trifft es Justin Schmick. Der junge Mann hat im Schaufenster gerade das „Dock IV“ eröffnet, ein Fischrestaurant mit gehobener Küche. Anbieten will Schmick stets frisch zubereitete Gerichte, die auch schon einmal ausverkauft sein können – eigentlich immer ein gutes Zeichen. Doch während der Sperrmaßnahmen dürfen auch in Bremerhaven bestimmte Restaurants nur zwischen 6 und 18 Uhr öffnen – schwierige Bedingungen.
