Bremerhaven - Bei der Weiterentwicklung des Bremerhavener Kreuzfahrtterminals setzt dessen neuer Betreiber, die international tätige Global Ports Holding (GPH), auf Wachstum und Service. Das unterstrichen am Dienstag im Sail-City-Gebäude Stephen Xuereb, Chief Operating Officer (COO) und Finanzchef Jan Fomferra während einer Pressekonferenz, zu der die Hafenmanagementgesellschaft Bremenports eingeladen hatte.
Bremens Hafensenatorin Kristina Vogt (Linke) machte gleich zu Beginn deutlich, dass man an Global Ports recht hohe Erwartungen habe. „Wir wissen, dass mehrere namhafte Redereien sehr positiv auf das geplante Engagement von Global Ports in Bremerhaven reagiert haben. Ausschlaggebend für den Zuschlag an Global Ports waren Qualität und Nachhaltigkeit im Unternehmenskonzept.“
Wie berichtet, hat die Holding einen Zehnjahresvertrag für den Betrieb des Kreuzfahrtterminals unterschrieben. Einsteigen will das Unternehmen, das in 15 Ländern 26 Kreuzfahrthäfen betreibt, Anfang 2025. Doch das dauert Bremerhavens Oberbürgermeister Melf Grantz (SPD) zu lange. „Ich würde es begrüßen, wenn sich der jetzige Betreiber, das Columbus Cruise Center, und Global Ports auf einen frühzeitigeren Start einvernehmlich verständigen würden.“ Darüber will Global Ports nun mit dem alten Betreiber sprechen.
Nachdem Xuereb auf die Arbeitsweise des Unternehmens eingegangen war und schilderte, wie erfreulich sich unter der Regie von Global Ports andere Häfen entwickelt haben, befasste sich Fomferra mit der Seestadt. Bremerhaven sei eine der wichtigsten europäischen Hafenstädte, biete beste Voraussetzungen für eine touristische Weiterentwicklung. „Passagiere sollen künftig spüren, dass sie sich in Bremerhaven befinden. Das ist uns wichtig“, unterstrich Fomferra.
Auch der Umweltschutz liegt Global Ports nach eigenen Angaben am Herzen. Das Cruise Center Bremerhaven soll bis 2030 klimaneutral betrieben werden. Dazu trägt das Land Bremen bei. Es finanziert die dafür erforderlichen Landstromanschlüsse.
