Bremerhaven - Auf der Karte Historischer Bauwerke der Ingenieurbaukunst wird das Land Bremen künftig kein weißer Fleck mehr sein. Zu verdanken ist das der 90 Jahre alten Nordschleuse in Bremerhaven. Die scheint die Ingenieurkammer Bremen in ihr Herz geschlossen zu haben, denn von dort kommt auch die Auszeichnung.

Damit sie nach außen sichtbar wird, enthüllt Bremens Häfensenatorin Dr. Claudia Schilling (SPD) am 26. April um 11 Uhr vor eingeladenen Gästen die offizielle Auszeichnungstafel auf dem Areal der Schleuse. Passend dazu soll pünktlich der in Bremerhaven stationierte Seenotrettungskreuzer „Hermann Rudolf Meyer“ einlaufen.

Als die Nordschleuse zwischen 1927 und 1931 unter der Leitung des Bremer Wasserbaubeamten Arnold Agatz entstand, galt sie als das größte Bauwerk dieser Art auf der Welt. Ausgelegt war die Schleuse für große Schnelldampfer, von denen damals viele in Bremerhaven anlegten und auch wieder ablegten. 30 Millionen Reichsmark ließen sich die Bauherren damals die Schleuse kosten, die bis heute tadellos funktioniert.

Ein kleiner Wermutstropfen mischt sich in die anstehenden Feierlichkeiten: Die zum Schleusenensemble zählende Drehbrücke gleich nebenan wurde nach einem Totalschaden entfernt.