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NWZonline.de Region Bremerhaven

Erlebnistour: Führt eine Spur nach Bremerhaven ?

06.08.2020

Bremerhaven „Seemannsgarn, Legenden und Meer“ heißt eine besonders beliebte Stadtführung, die die Erlebnis Bremerhaven wegen der Corona-Krise über Monate aussetzen musste. Nun kehrt dieses Format zurück in die Havenwelten.

Premiere nach der Zwangspause ist Freitag, 14. August. Teilnehmer treffen sich um 21 Uhr am Eisenbahnwaggon neben der Touristik. Inklusive eines ungewöhnlichen Begrüßungsschlucks kostet die Tour 14,50 Euro. Tickets gibt es vorab nur bei der Touristik oder online (www.bremerhaven.de/seemannsgarn). Termine für weitere Ausflüge rund um den Alten und den Neuen Hafen: 18. September, 16. Oktober und 18. Dezember.

Es wird auch unheimlich

Nicht Zahlen und Daten sondern ungewöhnliche, eher unbekannte, spannende und vor allem unheimliche Geschichten rund um die Seestadt stellt die Führung in den Mittelpunkt dieses Rundgangs. So wird vom größten Versicherungsbetrug der Seefahrtsgeschichte berichtet, der deutliche Verbindungen nach Bremerhaven aufweist und seinerzeit Medien und Bevölkerung gleichermaßen in helle Aufregung versetzte.

Aber auch freche Kobolde und sogar der alte Goethe sind mit von der Partie – eine Mischung, die beim Publikum bislang ausgezeichnet angekommen ist und daher auch nicht verändert werden soll. Die Führung dauert rund zwei Stunden. Sie ist nach Angaben der Erlebnis für Einheimische und Tagesgäste gleichermaßen geeignet. Pro Tour dürfen wegen der Corona-Auflagen nur zehn Personen mitgenommen werden.

Wenn der „Ripper“ naht

Die meisten „Nachtschwärmer“ buchen „Seemannsgarn, Legenden und Meer“ aber noch aus einem ganz anderen Grund. Geklärt werden soll nämlich auch, welchen Bezug Bremerhaven zu ungeklärten Morden an Prostituierten in London hatte. Dort tötete „Jack the Ripper“ mindestens fünf Frauen auf bestialische Weise – meistens nachts und oft in London.

Das ist zwar alles lange her (1888). Doch bis heute halten sich hartnäckig jene Gerüchte, nach denen ein Bremerhavener Seemann durchaus der gefürchtete Ripper gewesen sein könnte.

Heiner Otto Korrespondent / Redaktion Bremerhaven
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