Bremerhaven - Sie ist erst ein paar Wochen alt: Die „Stiftung maritimes Erbe im Land Bremen“. Jetzt kann sie erstmals eine Großspende verzeichnen. Der „Stammtisch Unterweser von 1920“ hat bei seinem traditionellen Brataal-Essen in Bremerhaven 5000 Euro für den Erhalt von Traditionsschiffen gesammelt.
Rund 150 Gäste konnte Stammtisch-Präsident Reiner Schumacher in diesem Jahr zu Brataalen aus Bremerhaven begrüßen. Nach zwei Jahren Pause wegen der Corona-Pandemie traf sich der Stammtisch nunmehr zum 101. Mal. Gegründet hatten ihn 1920 sieben Mitarbeiter der Unterweser Reederei GmbH, der URAG. Anfangs fanden die Aalessen mit Gästen in Bremen statt, später dann in der „Strandlust“ in Vegesack. Bremerhaven ist seit 2017 der Stammtisch-Standort. Für Reiner Schumacher steht fest: „Der Stammtisch Unterweser war in früheren Zeiten sicherlich eine traditionelle Institution wie die Schaffermahlzeit oder die Eiswette“.
Die Spende an die neue maritime Stiftung sei ihm und Stammtisch-Schatzmeister Günter Brandt eine Herzensangelegenheit, erzählt Schumacher. Für die beiden Vorstände der neuen Stiftung, Oberbürgermeister Melf Grantz und Sparkassenvorstand Peter Klett, ist die erste Großspende der Beweis, dass die Stiftung auf dem richtigen Weg ist. Auch wenn die Kulturstiftung der Weser-Elbe Sparkasse das Anfangsvermögen finanziert habe, seien weitere Spenden notwendig, um die Ziele der Stiftung auf Dauer erreichen zu können, sagt Klett: „Ich hoffe nun, dass das Beispiel des „Stammtisches Unterweser von 1920“ ein Vorbild für weitere Spender wird“.
Um weitere Spender will sich Oberbürgermeister Grantz nach der Sommerpause persönlich bemühen. Gemeinsam mit Vorstandsmitglied Rüdiger Pallentin würden Wirtschaftsunternehmen angesprochen.
