Bremerhaven - Die ersten Bauteile für die neuen Passagierbrücken sind am Kreuzfahrtterminal Bremerhaven eingetroffen. Bei den Übergängen des Typs Pegasus, produziert vom spanischen Engineering-Konzern Adelte, handelt es sich um die größten dieser Art, die weltweit bisher angefertigt wurden. Mitarbeiter des spanischen Unternehmens sind dabei, die hochmodernen Konstruktionen, die Teil für Teil per Lkw von Spanien nach Bremerhaven geliefert werden, zusammenzusetzen.

Die Installation von drei neuen Passagierbrücken gehören zum seit November 2021 laufenden Neubau der Columbuskaje. Die wird, wie berichtet, 20 Meter in Richtung Weser verbreitert. Daher passten die alten Zugänge nicht mehr. Mit den neuen Brücken kann das Kreuzfahrtterminal nun nach Angaben der Managementgesellschaft Bremenports jedes große Kreuzfahrtschiff aufnehmen, auch solche mit überhängenden Tenderbooten. Adelte stellt die erste Brücke bis April fertig. Die beiden anderen folgen bis zum Herbst.

Insgesamt sind die Brücken mit jeweils 56 Metern vermessen. Sie bestehen aus zwei verglasten Tunnelabschnitten, einer Kabine und einem Gebäudeanschlussmodul. Dabei gleichen die hochmodernen Konstruktionen die Bewegungen des Schiffes beim Anlegen aus. Elektromechanische Hubsysteme in den Säulen ermöglichen zudem eine Einstiegshöhe von 16 Metern über dem Meeresspiegel. Durch den vollverglasten Tunnel, sagte ein Sprecher von Bremenports, könnten die Kreuzfahrtgäste bei der Einschiffung den Blick sogleich auf ihr schwimmendes Hotel und die neue Kaje richten.

Zufrieden mit dem bisherigen Verlauf der Arbeiten, die voll im Zeitplan liegen, zeigte sich Bremens Hafensenatorin Dr. Claudia Schilling (SPD). „Die optisch attraktiven Brücken sind sichtbarer Ausdruck, dass Bremerhaven der Kreuzfahrt beste Bedingungen bietet. Ich möchte gern, dass sich diese Entwicklung weiter fortsetzt“, so die Senatorin. Ähnlich äußerte sich Bremenports-Chef Robert Howe.