Bremerhaven - Erneut hat sich die Hafenmanagementgesellschaft Bremenports an den Ufern der Unteren Lune um bessere Lebensbedingungen für Tiere bemüht. In den vergangenen Monaten entstanden hinter der Uferlinie mehrere Seitengewässer, die über Flutmulden an den Fluss Lune angeschlossen sind. Das Endergebnis ist eine Seenlandschaft mit einer Gesamtwasserfläche von 6600 Quadratmetern.

Die neuen Gewässer sollen unter anderem als Laichgebiet für verschiedene Fischarten dienen. „Außerdem werden die Lebensraumbedingungen für andere Tiere wie Amphibien, Reptilien, Vögel und Fischotter aufgewertet“, erklärte Thomas Wieland, Landschaftsarchitekt bei Bremenports. Auch für die selten gewordenen Teichfledermäuse verbessert sich die Situation.

Die Ausweisung von Naturschutzgebieten und die Gestaltung von Flächen für Tiere und Pflanzen sind Kompensationsprojekte. Mit ihnen gleicht Bremenports Eingriffe in die Natur beim Hafenbau aus so wie unlängst bei der inzwischen fertiggestellten neuen Columbuskaje in Bremerhaven.

Die aktuelle Aufwertung von Natur und Landschaft an der Unteren Lune sind so groß, dass 45 Prozent der Fläche „auf Vorrat“ für den Ausgleich künftiger Bauprojekte im Hafen genutzt werden können.

Für die Herstellung der Gewässer mussten 20 000 Kubikmeter Bodenaushub bewegt werden – Material, das künftig beim Deichbau Verwendung findet.