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NWZonline.de Region Bremerhaven

„Seute Deern“ soll am Donnerstag gehoben werden

18.09.2019

Bremerhaven Bremerhavens Wahrzeichen, der im Museumshafen gesunkene Großsegler „Seute Deern“, soll voraussichtlich an diesem Donnerstag oder Freitag gehoben werden. Das bestätigten am Dienstag Bergungsexperten im Deutschen Schifffahrtsmuseum, dem der marode Holzsegler gehört.

Doch bis dahin sind noch umfangreiche und vor allem nicht ganz ungefährliche Vorbereitungen zu treffen. Zunächst bringen die Fachleute annähernd 40 orangerote Hebesäcke am Rumpf der Bark an. Sie sollen nach Worten von Jörn Haumüller, Projektleiter der BVT Chartering und Logistic GmbH Bremerhaven, dafür sorgen, dass die „Seute Deern“ beim Aufschwimmen stabil im Wasser liegen bleibt.

Dazu erklärte ergänzend Martin Claus vom Bergungsunternehmen Möller Survey Marine: „Wir wollen unter allen Umständen vermeiden, dass sich das Schiff zu schnell aus dem Schlamm löst und hoch kommt.“ Dann nämlich bestünde die Gefahr, dass der alte Frachtsegler am Ende doch noch kentert.

Behutsam will das Bergungsteam vermutlich ab Donnerstag oder Freitag mit dem Einsatz leistungsstarker Pumpen beginnen. Kritisch ist der Moment, in dem noch zu viel Wasser im Schiff liegt, es keine eigene Stabilität aufbauen kann. Dann muss sich zeigen, ob die angebrachten Luftsäcke mögliche Bewegungen ausgleichen können.

Als besonders wichtig aber auch gefährlich bezeichneten die Experten den Einsatz von Tauchern. Sie stellten fest, dass es am Unterwasserschiff neben der schon seit Jahren bekannten Leckage offenbar keine weiteren großen Öffnungen im 100 Jahre alten Holzrumpf zu geben scheint. Während der „Unterleib“ der „Seute Deern“ als recht stabil bezeichnet wurde, gilt das für alles oberhalb der „Gürtellinie“ nicht. Hier mussten mehr als 30 Leckagen abgedichtet werden – Schäden, die wohl auch beim Brand des Schiffes im Februar entstanden.

Auf die Taucher wartet in diesen Tagen noch ein weiterer, nicht ungefährlicher Job: Sie haben unter Wasser Teile des Schiffsrumpfes von Schlamm und festem Untergrund befreit und führen nun breite „Haltegurte“ unter dem Rumpf hindurch auf die andere Seite.

Nach Worten des Tauchexperten Torsten Tiedemann von der Firma Special Aid geht immer nur ein Taucher ins Wasser. Bei ungünstigen Witterungsbedingungen bleiben die Männer allerdings an Land. „Sicherheit geht hier unbedingt vor“, so Jörn Haumüller.

Sollte die Bergung so funktionieren, wie es sich die Experten vorstellen, wird die „Seute Deern“ also in den nächsten Tagen wieder schwimmen. Dann will man entscheiden, wie es mit der Bark weitergeht.

Heiner Otto Korrespondent / Redaktion Bremerhaven
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