Bremerhaven - Neuer Eingangsbereich, neue Fenster, neue Dachgauben und noch viel mehr – so kommt das Konzept für die anstehende Grundsanierung der Jugendherberge Bremerhaven daher. Das Gebäude an der Gaußstraße 54 ist in den vergangenen Jahrzehnten zwar immer wieder repariert und aufgehübscht worden. Jetzt aber stehen umfassende Arbeiten für das Haus an, das bereits im Jahre 1959 errichtet wurde.
Drei Millionen fließen
Gerrit Michaelis, Geschäftsführer der Bremerhavener Beschäftigungsgesellschaft Unterweser (BBU) – unter deren Dach die Jugendherberge betrieben wird – ist fest davon überzeugt, dass „sein“ Haus nach Abschluss der Grundsanierung auch touristisch eine wichtige Rolle in Bremerhaven spielen dürfte. „Insgesamt werden rund drei Millionen Euro investiert. Gut 90 Prozent dieser Kosten kommen aus dem Bundesprogramm ,Sanierung kommunaler Einrichtungen in den Bereichen Sport, Jugend und Kultur’. Ich danke allen, die daran mitgewirkt haben“, erklärte Michaelis in einer Stellungnahme.
Alle Fenster erneuert
Verändern dürfte sich in dem Altbau einiges. So erhalten sämtliche Gästezimmer eigene Duschen. Außerdem müssen die gesamte Elektroinstallation sowie die Wasserversorgung erneuert werden. „Eine Photovoltaikanlage sorgt für den gewünschten Nachhaltigkeitsaspekt. Um eine Energieersparnis zu erreichen, lassen wir zudem alle Fenster im Haus austauschen“, so Michaelis weiter.
Aber nicht nur Nachhaltigkeit und Klimaschutz haben die Bauherren im Blick, auch die Barrierefreiheit für Menschen mit Beeinträchtigungen spielen bei der Grundsanierung eine wichtige Rolle. Sie soll übrigens im Jahr 2022 abgeschlossen sein.
Während der Bauphase dürfte es zu Behinderungen im Jugendherbergsbetrieb kommen. Kurzzeitige Schließungen sind nicht ausgeschlossen. Daher werde man zu Stammkunden engen Kontakt halten und rechtzeitig informieren, hieß es.
Corona-Folgen
Durch die Folgen der Corona-Krise musste die Jugendherberge Bremerhaven im vergangenen Geschäftsjahr wochenlange Schließungen und Kurzarbeit verkraften. Die Auslastung fiel mit Blick auf das Jahr 2019 um etwa die Hälfte zurück. Dennoch waren immerhin 13 000 Übernachtungen zu verzeichnen – dafür ein „starkes“ Ergebnis.
