Bremerhaven - Frank Martfeld, Geschäftsführer der HRS aus Hamburg, ist nach wie vor fest davon überzeugt: „In Bremerhaven geht was und da wollen wir dabei sein“, erklärte der Spezialist für den Güterverkehr auf der Schiene. Seit gut neun Monaten baut der Logistik-Dienstleister seine Präsenz im Hafen aus – unterstützt von der Bremerhavener Gesellschaft für Investitionsförderung und Stadtentwicklung (BIS).
Inzwischen traut sich Martfeld sogar schon eine kleine Zwischenbilanz zu: „Der Bereich der Seehafen-Hinterlandverkehre wächst. Wir sind zufrieden.“ Acht Mitarbeiter beschäftigt das Eisenbahnverkehrsunternehmen aus Ahrensburg bei Hamburg in Bremerhaven. Insgesamt sind es 175 – meist Lokführer, Rangierbegleiter und Wagenmeister.
In der Seestadt setzt HRS nicht nur Wagenmeister, sondern auch eigene Loks ein. Damit fährt HRS Containerzüge unter anderem von Bremerhaven nach Stuttgart oder an andere Ziele – ganz so, wie es der Kunde bestellt. „Wir arbeiten dabei überwiegend nicht direkt mit den Verladern zusammen, sondern vor allem mit Bahnspediteuren“, erläutert Martfeld.
Auch eine Vision hat der HRS-Geschäftsführer mit nach Bremerhaven gebracht. Von der Seestadt aus will er mit Güterzügen über die deutsche Grenze hinaus fahren, durch Österreich bis nach Ungarn. Die Planungen dafür laufen bereits auf Hochtouren. Schon im Frühjahr 2020 soll die Zulassung für den grenzüberschreitenden Güterzug-Verkehr bei der Logistik GmbH vorliegen.
