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Historisches Segelschiff In Bremerhaven: Wann schwimmt die „Seute Deern“ wieder?

05.09.2019

Bremerhaven Nur einen Steinwurf von der Bremerhavener Innenstadt entfernt kommt es in den nächsten drei bis vier Wochen zu einer spektakulären Schiffshebung, wie es sie in Deutschland so noch nie gegeben haben soll. Unter der Leitung des Bremerhavener Gutachters Kapitän Hans-Joachim Möller wollen Experten die am vergangenen Freitag auf den Grund des Museumshafens gesunkene „Seute Deern“ wieder schwimmfähig machen.

Dazu sind komplizierte Vorbereitungen erforderlich. So müssen Taucher jede Menge Drahtseile unter dem Schiffsrumpf durchspülen, damit der 100 Jahre alte Großsegler beim Heben nicht auseinanderbricht. „Wir haben es mit einer sehr maroden Materialsubstanz zu tun. Man könnte fast sagen, das Holzschiff besteht in großen Teilen eher aus Torf“, erklärte Möller am Mittwoch bei einer Pressekonferenz im Deutschen Schifffahrtsmuseum.

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Schwierige Entscheidung

Wie berichtet, kostet die Bergung der „Seute Deern“ etwa 1,1 Millionen Euro. Eine Million steuert das Land Bremen bei, 100 000 Euro übernimmt die Stadt. Beide Summen wurden bereits offiziell bewilligt – Voraussetzung für einen unverzüglichen Arbeitsbeginn.

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Während der Bergungsaktion wäre das Museumsschiff „Seefalke“ im Weg. Daher wird der ehemalige Hochseeschlepper kurzfristig in den Neuen Hafen verholt. Auch ein zweites, kleineres Museumsschiff muss seinen Platz räumen. Vorgesehen ist, einen Ponton in den Alten Hafen zu schleppen. Von dem aus könnte für die Hebung der „Seute Deern“ längsseits ein großer Raupenkran eingesetzt werden.

An diesem Donnerstag aber wartet zunächst ein eher ungewöhnlicher Job auf Studierende der Hochschule Bremerhaven. Sie werden ab 14 Uhr mit einem Unterwasserroboter den Rumpf der abgesackten Bark auf Schadstellen untersuchen.

Für die Studenten ist das der zweite Auftrag an der „Seute Deern“. Im Juli setzten sie den Roboter schon einmal am Schiff ein.

Heiner Otto Korrespondent / Redaktion Bremerhaven
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