Bremerhaven - Auf eine derartige Überraschung kurz vor Weihnachten hätten britische Kreuzfahrtgäste in diesen Tagen wohl lieber verzichtet: Das von ihnen gebuchte Kreuzfahrtschiff „Ambience“ kann die Bremerhavener Lloyd Werft nicht rechtzeitig verlassen. Bei Routinearbeiten waren an der 1991 in Dienst gestellten „Ambience“ schwerwiegende Schäden an Propellerwellen und Hecklager gefunden worden. Die Reparatur ist aufwendig und dauert. Nun will der Reiseveranstalter versuchen, einen Teil der Gäste auf ein anderes Schiff umzubuchen. Die „Ambience“ wird voraussichtlich bis über den Jahreswechsel hinaus in Bremerhaven verbleiben.
Mit ähnlichen Problemen zu kämpfen hat der Bonner Reiseveranstalter Phoenix. Dessen Kreuzfahrtschiff „Amera“, in Bremerhaven bestens bekannt, liegt in einer polnischen Werft fest. Dort gibt es Lieferschwierigkeiten bei Ersatzteilen. Damit die anstehende Weltreise nicht abgesagt werden muss, hat sich Phoenix kurzfristig entschlossen, ein sonst in Zypern beheimatetes, anderes Schiff zu chartern. Es legt am 21. Dezember allerdings in Genua (Italien) ab und nicht in Hamburg. Dort sollte die „Amera“ starten. Nun lässt Phoenix die Gäste kostenlos nach Genua bringen.
Auf die „Amera“ umsteigen werden die Reisenden wohl erst am 15. Januar in Kapstadt auf die bis dahin hoffentlich fertiggestellte „Amera“.
