Bremerhaven - Temperaturen um etwa sieben Grad Celsius, grauer Himmel, feiner Nieselregen – das waren am Montagvormittag in Bremerhaven die Wetterbedingungen für alle Einkaufshungrigen kurz vor dem zweiten Corona-Lockdown. Ob es nun die unfreundliche Witterung war oder das Einsehen, große Menschenansammlungen möglichst zu meiden, ist unklar. Zu einem großen Ansturm auf die Geschäfte in der Fußgängerzone kam es zunächst jedenfalls nicht.
Das änderte sich am frühen Nachmittag schlagartig. Sowohl in der „Bürger“ als auch im Columbus-Center und im Outlet bildeten sich zeitweilig lange Warteschlangen vor den Läden. Offenbar wollten viele Kunden schnell noch das passende Weihnachtsgeschenk finden. Andere deckten sich mit Textilien ein und wieder andere schauten schnell noch beim Friseur oder im Nagelstudio vorbei, denn auch die müssen ab diesen Mittwoch schließen. Um den Kundenstrom zu entzerren, öffneten eine Reihe von Geschäften abends länger. Das soll an diesem Dienstag ebenfalls so praktiziert werden.
Nach wie vor „auf dem Trockenen“ sitzt die Bremerhavener Gastronomie. Immer mehr Restaurantbetreiber haben sich inzwischen auf Mahlzeiten für außer Haus eingestellt. Ab Mittwoch muss der Einzelhandel zudem mit Kontrollen der Behörden rechnen. Bei Verstößen drohen empfindliche Bußgelder. Das gilt auch für Masken-Muffel.
Gut zu tun hatten am Montag in Bremerhaven die Lebensmittelgeschäfte – auch ohne die üblichen Angebote mancher Ketten. Experten erwarten, dass sich daran während des Lockdowns nichts ändern wird.
