Bremerhaven - Wichtige Weichen gestellt hat in dieser Woche der Bremerhavener Magistrat, damit die Planungen für das Gewerbegebiet Lune Delta vorankommen. Die Rede ist dabei nicht von irgendeinem Gewerbegebiet. „Wir wollen im Lune Delta den Herausforderungen des Klimawandels begegnen und zeigen, wie Gewerbe künftig ökologisch und nachhaltig betrieben werden kann“, erklärt Bremerhavens Oberbürgermeister Melf Grantz (SPD). Und Grantz weiß: Diese Pläne haben bereits bundesweit für Aufsehen und Interesse gesorgt.
Leuchtturmprojekt
Wie berichtet, gilt das Lune Delta als Leuchtturmprojekt für den Bereich „Green Economy“ in der Seestadt. Auf insgesamt 98 Hektar Bruttogewerbefläche sollen in den kommenden Jahren nach und nach notwendige Erschließungsmaßnahmen erfolgen. Der dafür erforderliche Bebauungsplan (Nr. 494) steht Anfang kommenden Jahres als Beschlussvorlage auf der Tagesordnung.
Dazu erläutert Grantz weiter: „Im ersten Bauabschnitt geht es darum, die Grundlagen für eine spätere gewerbliche Nutzung zu schaffen.“ Dazu zählen folgende Einzelmaßnahmen: Aufsandung, Baugrundverbesserung, Bau der Haupterschließungsstraßen und Erschließungshöfe auf den Warften, Bau der Brücken Süd, Mitte und Nord sowie die Anlegung eines Schöpfwerks, eines Mobility Hubs sowie der Aufenthaltsbereiche „Luna Delta Park“ und „Lune Delta Wasser“.
Eigenanteil gesenkt
Ergänzend sagt dazu Nils Schnorrenberger, Geschäftsführer der Bremerhavener Gesellschaft für Investitionsförderung und Stadtentwicklung (BIS): „Insgesamt werden diese Maßnahmen rund 14,7 Millionen Euro kosten, die zu 95 Prozent von Bund und Land mit Mitteln aus der Gemeinschaftsaufgabe ,Verbesserung der regionalen Wirtschaftsstruktur’ getragen werden.“
Weil der kommunale Anteil gerade von zehn auf fünf Prozent gesenkt werden konnte, muss Bremerhaven jetzt nach Worten des Oberbürgermeisters nur noch 730 000 Euro dazu zahlen. „Ich bin froh, dass es am Lune Delta jetzt voran geht“, versicherte Grantz.
