Bremerhaven - Von der Öffentlichkeit weitgehend unbemerkt, schreitet an der Bremerhavener Stromkaje eines der größten Schiffumbauprojekte der letzten Jahre voran. Zwischen Containerfrachtern aus aller Welt liegt der Luxusliner „Manara“, ehemals „World Dream“. Wie berichtet, soll das Schiff seinen bisherigen asiatischen Charakter weitgehend verlieren und ein Outfit erhalten, das Passagieren aus anderen Regionen eher zusagt. Dafür sind einige Vorbereitungen zu treffen.
Schiff bleibt bis Frühjahr
Was sich an Bord im Detail verändern soll, ist umfassend noch nicht bekannt. Auf jeden Fall sind Umbauarbeiten am Schiff vorgesehen. Vermutlich dafür hat man bereits mehrere Tenderboote „heruntergelassen“. Sie liegen schon seit Tagen auf dem Trockenen. Passagiere der Hafenrundfahrten kommen bei ihrem kleinen Törn durch den Hafen an ihnen vorbei, denn die Boote liegen auf dem Gelände der Lloyd Werft.
Wie umfassend die anstehenden Veränderungen sein dürften zeigt ein Blick auf den Zeitplan. Demnach soll die „Manara“ vermutlich bis zum Frühjahr 2024 in Bremerhaven verweilen. Aber nicht nur in Bremerhaven.
Dockschleusung
Vorgesehen sind noch zwei weitere Ausstattungsstandorte. Einer liegt an der neuen Westkaje im Überseehafengebiet. Das funktioniert aber nur, wenn an der Kaiserschleuse beide Schleusentore geöffnet werden, denn mit einer Länge von 335 Metern würde das 2017 bei der Papenburger Meyer Werft gebaute Kreuzfahrtschiff bei geschlossenen Toren gar nicht in die Schleusenkammer passen. Mit solchen Dockschleusungen hat man in Bremerhaven aber Erfahrung.
Eine weitere Station ist Hamburg. Dort soll die „Manara“ vorübergehend aus dem Wasser, um die bunte Lackierung zu entfernen und anders zu ersetzen.
