Bremerhaven - Diesen Sonntag rollt sie wieder: Laut Fahrplan verkehrt die Museumseisenbahn Bremerhaven-Bederkesa auf ihrer gewohnten Strecke, stoppt in dem einen oder anderen Dorf und rollt weiter bis zum Bremerhavener Hauptbahnhof. Hier ist Endstation.

Das war nicht immer so. „Eigentlich ist unser Endhaltepunkt ja das Schaufenster Fischereihafen. Das ist und bleibt für die Passagiere ein attraktives Ziel. Wir hoffen, dass wir das letzte Stück bis in den Hafen eines Tages doch noch wieder nutzen können“, erklärte am Donnerstag Wolfgang Kretzschmar, Vereinsmitglied bei der Museumseisenbahn und früher selbst einmal Lokführer.

Der Grund für den vorzeitigen Stopp am Hauptbahnhof lässt sich schnell herausfinden: Die Gleise bis in den Fischereihafen sind technisch marode. Früher wurde das Schienennetz laut Kretzschmar von der Fischereihafenbetriebsgesellschaft Bremerhaven (FBG) betrieben. Inzwischen ist dafür die Hafengesellschaft Bremenports zuständig.

Fahrgäste mit Ziel Schaufenster Fischereihafen bietet sich eine komfortable Umsteigemöglichkeit. „Vom Hauptbahnhof kann es mit dem Bus gleich weitergehen. Bis in den Fischereihafen sind es ja nur wenige Minuten. Wir würden uns freuen, wenn noch mehr Leute von diesem Angebot Gebrauch machen würden“, so Kretzschmar. Für den Rückweg zum Bahnhof steht der Bus ebenfalls bereit.