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NWZonline.de Region Bremerhaven

Unglücksfrachter wird in Bremerhaven inspiziert

08.11.2017

Bremerhaven Es war kurz nach 13 Uhr, als sich am Dienstag auf der Weser vor Bremerhaven der Bug des 225 m langen Frachters „Glory Amsterdam“ durch den Nebel langsam in Richtung Columbuskaje schob. Drei Bugsier-Schlepper holten das havarierte Schiff aus Wilhelmshaven nach Bremerhaven. Aus eigener Kraft fahren kann die „Glory Amsterdam“ nicht mehr. Warum sie vor Langeoog auf Grund lief, könnten Untersuchungen ergeben, die in einer Bremerhavener Werft vorgenommen werden sollen.

Wie schon in Wilhelmshaven, so wurde auch in Bremerhaven viel Geheimniskrämerei um den Frachter gemacht. Zuerst hieß es, die „Glory Amsterdam“ käme direkt in die Werft. Tatsächlich drückten die Schlepper den Havaristen aber gegen die Pier der südlichen Columbuskaje. Angeblich sollte er von dort aus in der Nacht zu Mittwoch in den Kaiserhafen verholt werden.

Einen eher seltenen Anblick bot der Bug des Schüttgutfrachters. Dort fehlen auf beiden Seiten die Ankerketten. Sie waren im Sturm gebrochen und auf dem Meeresgrund liegengeblieben.

Nach unbestätigten Angaben bleibt das Schiff zwei bis drei Wochen in Bremerhaven. Welche Schäden es hat, wird sich bis dahin wohl zeigen.

Heiner Otto Korrespondent / Redaktion Bremerhaven
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