Bremerhaven - Das Schaufen­ster Fischereihafen sei neben den Havenwelten das zweite touristische Standbein der Seestadt, müsse entsprechend gefördert und unterstützt werden. So klang es in den letzten Jahren immer wieder, wenn sich Bremerhavens Kommunalpolitik zur weiteren Entwicklung des Fremdenverkehrs äußerte. Marco Schilling, Veranstaltungsleiter im Schaufenster Fischereihafen, muss das wohl mehr als Solidaritätsadresse verstanden haben, denn Konkretes folgte offenbar nur selten oder nur nach „harten Kämpfen“. Nun hat Schilling gekündigt. Für viele doch überraschend. Einen neuen Job findet der gebürtige Oldenburger in seinem Heimatstadtteil Wulsdorf. Dort fängt er am 1. Juli beim Arbeitsförderungszentrum (AFZ) an. Zuständig ist er für die Veranstaltungs-Organisation.

Mit Marco Schilling verliert das Schaufenster Fischereihafen seinen bislang wichtigsten Kopf, wenn es um die Ausrichtung großer und mittlerer Events ging. Allein der Musiksommer, der dieses Jahr wegen Corona ausfallen muss, trug die Handschrift Schillings. Zehntausende kamen über Jahre immer donnerstags auf die Veranstaltungsfläche im Schaufenster und hörten dort zum Nulltarif gute Tribute-Bands aus ganz Deutschland.

Aber auch die Fischparty oder die Bauernmärkte waren Schillings Lieblingsveranstaltungen. Nun ist er weg.