Bremerhaven - Es war kein Sanierungsfall wie jeder andere. Was Planer und Bauarbeiter in den letzten gut zwei Jahren in und unter der ehemaligen Unternehmenszentrale der „Nordsee“ an der Klußmannstraße 3 vorfanden, glich eher einem großen „Überraschungsei“. Dabei waren die Überraschungen eher von komplizierter Natur. Dennoch gelang der Umbau des einst als Lagerhalle errichteten Gebäudes in ein modernes Zentrum der Wissenschaft nicht nur tadellos, auch das Zeitfenster konnte weitgehend eingehalten werden.

Am Montag nun überreichte die Fischereihafen-Betriebsgesellschaft Bremerhaven (FBG) den symbolischen Schlüssel für die Eingangstür an das Alfred-Wegener-Institut (AWI). Die Polar- und Meeresforscher werden an der Klußmannstraße mit etwa 200 Mitarbeitenden vertreten sein.

Bei einem Rundgang durch das Haus, das direkt am Fischereihafen liegt und später den „nördlichen Zipfel“ des geplanten Werftquartiers bilden wird, konnten sich Bremens Wissenschaftssenatorin Dr. Claudia Schilling und Oberbürgermeister Melf Grantz (beide SPD) von dem „neuen Gesicht“ der jüngsten AWI-Niederlassung ein Bild machen. Begleitet wurden sie dabei von Olaf Schröder, Mitglied der FBG-Geschäftsleitung, und AWI-Verwaltungsdirektor Dr. Karsten Wurr.

Übereinstimmend wiesen Schilling und Grantz darauf hin, dass sich Bremerhaven als Wissenschaftsstandort auch national einen immer bekannteren Namen verschaffe. Das wolle man ausbauen.