Bremerhaven - Das Kaisergemüse war selten so gefragt, wie beim letzten Bauernmarkt in Bremerhaven: Kiloweise schleppten Besucher aus Bremerhaven und umzu Tüten voller Spargel weg. Das Angebot war reichhaltig, die Preise offenbar akzeptabel. „Muss Mutter zu Hause alles schälen“, rief ein Bremerhavener seinem Arbeitskollegen zu, den er zufällig auf dem Marktplatz im Schaufenster getroffen hatte. „Bei der Menge musst Du aber mit anfassen. Kannst Dir ja einen Tag frei nehmen“, lachte der zurück.

Bei strahlendem Sonnenschein aber kühlen Temperaturen und einem kräftigen Nordwind trafen sich viele Besucher zu einem Bummel über das Veranstaltungsgelände zwischen Oberfeuer und Fischräucherei Franke.

Im Mittelpunkt des Interesses standen nicht nur Obst- und Gemüse aus der Region, vor allem die Oldtimer wollten die Gäste sehen – möglichst ganz aus der Nähe. Das war kein Problem. So ließ sich beispielsweise ein NSU Prinz begutachten, heute fast völlig aus dem Straßenbild verschwunden. „So einen hatte ich früher auch mal. Motor hinten am Heck, vorne alles nur Luft. Sandsäcke haben wir unter die Fronthaube gelegt, damit das Ding nicht wegflog“, erklärte ein Vater seinem erwachsenen Sohn.

Hoch im Kurs standen neben Motorrollern und uralten Lastwagen die Straßenkreuzer aus USA. Gleich ob als Cabrio oder als Gangsterlimousine – die Besucher des Bauernmarktes blieben stehen und verewigten sich per Selfie vor jedem „Schlitten.

Veranstaltungsleiter Marco Schilling zeigte sich zufrieden: „Das Schaufenster war voll – ein echter Erfolg. Auch die Neugestaltung unseres Bauernmarktes kommt bei den Gästen prima an.“