Bremerhaven - Auf der großen Veranstaltungsbühne, die sonst oft weltbekannten Stars zur Verfügung steht, um die Stadthalle Bremerhaven zu rocken, ging es am Dienstag vergleichsweise ruhig zu. Platz genommen hatten in „herausgehobener Position“ Stadtverordnetenvorsteher Torsten von Haaren und sein Team. Ihr Job: Leitung der 6. Stadtverordnetenversammlung unter erschwerten und vor allem ganz ungewohnten Bedingungen.
Wegen der vorgeschriebenen Abstandshaltung hätte der Platz im Schillerhaus nicht ausgereicht. Daher zog man kurz entschlossen um in den „großen Saal“ der Stadthalle Bremerhaven am Wilhelm-Kaisen-Platz. Jeder Mandatsträger und auch die Mitglieder des Magistrats nahmen an eigenen Tischen Platz. Nach jedem Wortbeitrag wurden die Mikrofone geputzt und desinfiziert. Zuhörern blieben die Tribünenplätze.
Von Haaren eröffnete die Sitzung mit einer Gedenkminute an seine am 20. Mai verstorbene Vorgängerin Brigitte Lückert. Die gelernte Pädagogin übte das höchste repräsentative Amt Bremerhavens von 2015 bis 2019 aus. Anschließend kehrte sie bis zu ihrem plötzlichen Tod als ehrenamtliche Stadträtin in den Magistrat zurück. „Zuhören, verstehen, helfen. Das waren einige von mehreren Grundsätzen, nach denen Brigitte Lückert gelebt hat“, erinnerte von Haaren.
Anschließend äußerte sich Oberbürgermeister Melf Grantz (SPD) zur aktuellen Corona-Situation in Bremerhaven. Besonders dankte Grantz der Führung und allen weiteren Mitgliedern des Corona-Krisenstabs für deren qualifizierte Arbeit während der vergangenen Monate. „Aber auch der Bevölkerung möchte ich Dank sagen und Respekt ausdrücken für die Mitwirkung in schweren Zeiten“, so Grantz.
