Bremerhaven - Mit den schlechten Nachrichten für die Bremerhavener Innenstadt ging es in den vergangenen Monaten Schlag auf Schlag. Zuerst kündigt Saturn seinen Rückzug aus der City an, dann schmeißt auch noch Karstadt hin. MC Donald’s schließt seine Filiale mitten in der Fußgängerzone und der Fischfeinkosthändler Abelmann will in seinem Glaswürfel auch nicht mehr weitermachen. Zu diesem Zeitpunkt war Tiger schon längst weg.
Auswirkungen von Corona werden sich erst zeigen
Dazu kommen noch die Auswirkungen der Corona-Krise, deren genaues Ausmaß sich möglicherweise erst in den Herbst- und Wintermonaten zeigen dürfte. Längst ist auch in Bremerhaven klar: Einen zweiten Lockdown würden in Bremerhaven viele Anbieter nicht mehr durchhalten – vor allem nicht in der Gastronomie.
Für die Kommunalpolitik also könnten die Alarmsirenen gar nicht lauter aufheulen. Längst sind sich die Verantwortlichen darüber einig, dass man dem örtlichen Einzelhandel unbedingt helfen muss. Nicht nur mit netten Worten, vor allem mit Geld. Und genau das geschieht jetzt.
Die Bremerhavener Mehrheitskoalition aus SPD, CDU und FDP will unverzüglich einen Gesamtbetrag von drei Millionen Euro aufwenden. Dem soll die Stadtverordnetenversammlung in der nächsten Sitzung zustimmen – bei den Mehrheitsverhältnissen eine reine Formsache.
Ein Aktionsprogramm soll Bremerhaven helfen
Aktionsprogramm nennen die Koalitionäre das, was ihnen momentan vorschwebt. Man setzt auf mehr Veranstaltungen und eine deutliche Aufwertung der Aufenthaltsqualität zwischen Lloydstraße und Theodor-Heuss-Platz.
Dazu erklärten die Fraktionssprecher Sönke Allers (SPD), Thorsten Raschen (CDU) und Professor Hauke Hilz (FDP) übereinstimmend: „Wir wollen in diesen schwierigen Zeiten, ähnlich wie das auch in Bremen geschieht, unsere Innenstadt kurzfristig unterstützen.“ Vorrangiges Ziel sei es, wieder mehr Menschen in die Innenstadt zu locken.“
500.000 Euro sind für Projekte in den Stadtteilen vorgesehen
Auch der Aufbau eines Online-Handels der örtlichen Einzelhändler könnte aus dem Programm finanziert werden. Umgehend solle die Bremerhavener BIS mit den Verantwortlichen reden.
Von den drei Millionen Euro sind 500 000 Euro für Projekte in den Stadtteilen vorgesehen.
