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Rückbau „Seute Deern“ lässt Hüllen fallen

Bremerhaven - Da mussten einige Passanten schon zweimal hinschauen, als am vergangenen Montag an der Baltimore Pier in Bremerhaven die „Seute Deern“ von ihren Plastikplanen befreit wurde. Zum Vorschein kam ein ungewohnt helles „süßes Mädchen“. Als sie vor Monaten unter der Schutzschicht verschwand, da war sie noch pechschwarz.

Anstrich entfernt

Inzwischen haben die Mitarbeiter einer Spezialfirma den Anstrich von einst entfernt. Nun ist zu sehen, wie das Schiff bei seiner Entstehung einmal ausgesehen haben muss, bevor der „Lack“ aufgetragen wurde.

Abrissbagger kommen

Nun ist die Zeit reif für die Abrissbagger. Die werden das einstige Wahrzeichen der Seestadt jetzt Stück für Stück auseinandernehmen. Wie berichtet, schätzten Schifffahrtsexperten die „Seute Deern“ als Totalverlust ein, nachdem es auf dem Schiff zunächst im Bereich der Restaurantküche gebrannt hatte. Einige Monate später sank die „Deern“ auf den Grund des Alten Hafens, weil Lenzpumpen versagten – warum genau, das gilt bis heute noch immer nicht als völlig aufgeklärt.

Inzwischen ist klar: Der Schiffstorso muss weg, soll den Museumshafen nicht weiterhin optisch belasten, obwohl die anderen Museumsschiffe mit Ausnahme des U-Bootes und der „Seefalke“ vielleicht auch nicht gerade echte „Hingucker“ sind. Daran könnte sich aber bald etwas ändern. Zumindest für das Feuerschiff steht eine Restauration an. Aber der Termin dafür ist unklar.

Teile sichern

Dr. Lars Kröger vom Deutschen Schifffahrtsmuseum, dem Eigner der „Seute Deern“, hatte ursprünglich einmal den Wiederaufbau der „Seute Deern“ begleiten sollen. Nun ist er Ansprechpartner für den Rückbau. Kröger hat angekündigt, man werde einige Einzelteile aus der „Deern“ aufbewahren und eventuell bei dem geplanten Nachbau des Großseglers „Najade“ wiederverwenden.

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