Bremerhaven - Als sie vor 92 Jahren gebaut wurde, galt die Nordschleuse in Bremerhaven als das zweitgrößte Bauwerk dieser Art auf der Welt. Dass sich die tonnenschweren Schleusentore bis heute pro­blemlos öffnen und wieder schließen lassen, ist das Ergebnis guter Pflege. Gerade läuft wieder so eine technische Wartung, denn die „Schleusen-Oma“ ist für die Überseehäfen nach wie vor von größter Bedeutung.

Spezialisten der Hafenmanagementgesellschaft Bremenports beschäftigen sich in diesen Tagen mit dem Binnenhaupt der 372 m langen und 45 m breiten Schleuse. Demontiert hat man zunächst die Oberwagen, um auch an die Unterwagen heranzukommen. Auf denen wird das tonnenschwere Tor des Binnenhaupts bewegt. Dabei, erklärte ein Sprecher von Bremenports, handele es sich um reguläre Wartungsarbeiten. Tätig sei man in zwei Schichten, um den Übergang für Wasserfahrzeuge möglichst schnell wieder in Betrieb nehmen zu können.

Bis das der Fall ist, müssen die ein- und auslaufenden Schiffe die Kaiserschleuse benutzen. Auch hier waren, wie berichtet, erst kürzlich umfangreiche Arbeiten am Binnenhaupt vorgenommen worden. Das dauerte mehrere Wochen.