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NWZonline.de Region Bremerhaven

„seute Deern“ In Bremerhaven: Ex-Museumsdirektor Ellmers räumt massive Fehler ein

07.10.2019

Bremerhaven Im Umgang mit dem historischen Dreimastsegler „Seute Deern“ in der Vergangenheit hat der Gründungsdirektor des Deutschen Schifffahrtsmuseums in Bremerhaven, Detlev Ellmers (81), massive Fehler eingeräumt. „Wir hätten es besser wissen können“, zitiert die Bremerhavener „Nordsee-Zeitung“ (Samstag) den promovierten Schiffsarchäologen. Der Untergang im Museumshafen hätte nach seinen Worten verhindert werden können. „Das Schiff hätte längst in ein Trockendock gelegt werden müssen. Aber auf diese Idee sind wir alle nicht gekommen.“ Das bohre in ihm. „Aber damit muss ich jetzt leben.“

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Ellmers leitete von 1971 bis 2002 die Arbeit am Deutschen Schifffahrtsmuseum. Er sagte, mit Schrecken habe er die Nachrichten über den Verfall der „Seuten Deern“ gelesen. Im Februar war ein Schwelbrand im Restaurant des Schiffes ausgebrochen, das als Wahrzeichen Bremerhavens gilt. Nach einem massiven Wassereinbruch sank es Ende August auf den Grund des Museumshafens.

Unter dem Einsatz starker Pumpen schwimmt die Bark zwar zwischenzeitlich wieder, ist aber nach wie vor vom erneuten Sinken bedroht. Das Museum will die „Seute Deern“ deshalb aus ihrem Hafen schleppen und in ein Dock bringen lassen, wo es weiter untersucht werden soll.

„Die ‘Seute Deern’ ist neben der englischen ‘Cutty Sark’ in Greenwich der letzte große hölzerne Frachtsegler“, erläuterte Ellmers die Bedeutung des Schiffes. Dieser Schiffstyp habe seit Kolumbus die Seefahrt in alle Erdteile gebracht und zur Europäisierung der Welt beigetragen. im Gegensatz zu der Bremerhavener Bark liegt die „Cutty Sark“ in einer Art Trockendock und ist somit unter anderem vor Bohrmuscheln und plötzlichen Wassereinbrüchen geschützt.

„Wir hätten dreimal die Chance gehabt, es genauso zu machen“, sagte Ellmers selbstkritisch der „Nordsee-Zeitung“. „Aber im Wasser sah das Schiff eben schöner aus.“ Weil es seiner Auffassung nach ein Forschungsgegenstand ist, kommt für ihn eine Verschrottung nicht infrage. „Die ‘Seute Deern’ ist jetzt ein Fall für Schiffsarchäologen.“ Es gehe um den Erhalt eines Stücks Kulturgeschichte.

Die „Seute Deern“ - auf hochdeutsch „Süßes Mädchen“ - ist nach Museumsangaben vor 100 Jahren im US-Bundesstaat Mississippi noch als Viermast-Gaffelschoner unter dem Namen „Elizabeth Bandi“ vom Stapel gelaufen. Seit 1966 liegt sie an ihrem derzeitigen Platz im Alten Hafen vor dem Schifffahrtsmuseum. Seit 2005 steht sie unter Denkmalschutz.

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