Bremerhaven - Das passiert auch in einer Hafenstadt mit internationalem Schiffsverkehr nicht alle Tage: Vorigen Donnerstag steuerte der Schwergutfrachter „Deo Volente“ auf der Weser die Bremerhavener Doppelschleuse an. Geladen hatte die „Deo Volente“ jede Menge kleinerer Schiffe. Das Deck war bis auf den letzten Platz gefüllt – schlechte Nachrichten für die Ausflugsbarkasse „Hanseblick“. Sie wartet im Fischereihafen schon seit Wochen auf ihren Weitertransport nach Portugal.

Doch daran war am vergangenen Donnerstag gar nicht zu denken. Der Schwergutfrachter war nicht nur voll beladen, auch der Kurs hätte nicht gepasst. Von Bremerhaven aus steuerte die „Deo Volente“ mehrere skandinavische Häfen an. Am Montag lag sich im norwegischen Alesund.

Im Fahrplan des Schiffes taucht der Zielhafen „Bremerhaven“ dennoch auf. Am 28. April soll dann endlich ausreichend Platz an Bord sein, um die „Hanseblick“ huckepack zu nehmen und dann in Richtung Süden zu bringen.

In Portugals Landeshauptstadt wird die „Hanseblick“ bereits erwartet. Geplant ist, dass die Barkasse Fahrgäste an Bord nimmt und mit denen auf dem Tejo umherschippert. Ob sich das wegen Corona umsetzen lässt, bleibt abzuwarten.

Das Verladen der „Hanseblick“ auf die „Deo Volente“ dürfte dann sicherlich einige „Sehleute“ anlocken. Ursprünglich hätte der kleine Ausflugsdampfer aus Bremerhaven längst verschwunden sein sollen. Wie berichtet, war eine Überfahrt nach Portugal mit dem Schwerlastfrachter „Eemslift Hendrika“ eingeplant. Doch bekanntlich geriet dieses Schiff über Ostern in schwere Seenot und konnte erst mehrere Tage nach der Havarie von Spezialisten geborgen werden.