Bremerhaven - Die „rote Oma“ kommt ins Dock. Dort hätte das 115 Jahre alte Feuerschiff „Elbe 3“ eigentlich schon vor Jahren wieder fit gemacht werden sollen, doch es fehlte an Finanzmitteln. Das historische Fahrzeug ist Eigentum des Deutschen Schifffahrtsmuseums (DSM). Seit 1967 ist der Dreimaster in Bremerhaven. Nun steht wieder eine kurze Fahrt vom Alten Hafen durch die Sportbootschleuse, auf der Weser durch die Doppelschleuse bis hin zur Bredo-Werft im Neuen Hafen an.

Das Verholen der „Elbe 3“ ist für fotografierende „Seh-Leute“ so etwas wie ein Pflichttermin. Geplant ist die „Überführung“ für Mittwoch, 24. Mai 2023. Gegen 9 Uhr wird das marode Feuerschiff bereits an der Sportbootschleuse erwartet. Damit es bis dahin überhaupt kommt, müssen die gläserne Drehbrücke und die Zwillingsbrücken geöffnet werden.

Über einen eigenen Antrieb verfügt das älteste schwimmende Exponat des Deutschen Schifffahrtsmuseums nicht. Daher wird es auf dem Weg zur Bredo-Werft von zwei Schleppern begleitet.

Dauern soll der Wertaufenthalt rund drei Monate. Die Hafenmanagementgesellschaft Bremenports koordiniert diesen nicht gerade alltäglichen Auftrag. Umgesetzt wird er von der Rupertus-Strako-GmbH.

Nach Angaben des Schifffahrtsmuseums legt die Sanierung die Grundlage dafür, dass die „Elbe 3“ in einem zweiten Bauabschnitt zu einem schwimmenden Ausstellungsraum werden kann.