Bremerhaven - Sie könnten ungleicher nicht sein: Praktisch in Rufweite und damit dicht beieinander liegen in Bremerhaven gegenwärtig zwei Schiffe, die sonst oft in den kältesten Regionen der Welt unterwegs sind. An der neuen Westkaje wird der Forschungseisbrecher „Polarstern“ für seinen nächsten Einsatz in der Arktis fit gemacht.
175 Mann Besatzung
Einige Meter weiter liegt das Kreuzfahrtschiff „Hanseatic nature“ im Kaiserdock der Bremerhavener Lloyd Werft. Der für Hapag-Lloyd fahrende Luxusliner ist mit der höchsten Eisklasse ausgestattet, die es für Passagierschiffe überhaupt gibt. Konzipiert wurde die nur 139 m lange „Hanseatic nature“ für lediglich 230 Passagiere bei 175 Mann Besatzung. Das Schiff bietet allerhöchsten Komfort und geht oft auf Expeditionsreise – nicht nur in den kalten Gebieten, auch in der Wärme.
Zahlreiche Aufträge
Aber auch sonst haben die Werftarbeiter von German Dry Docks und der Lloyd Werft gerade alle Hände voll zu tun. Das war in der Vergangenheit nicht immer so. Aber nach der Übernahme der Lloyd Werft und der Hinzunahme weiterer Kooperationspartner scheint das Unternehmen wieder recht gut aufgestellt zu sein.
Vor der „Polarstern“ liegt, wie berichtet, schon länger die Fregatte „Bayern“ der Deutschen Marine. Sie wird gerade eingehaust, soll komplett überholt werden. Das dauert mehrere Monate, bis ins nächste Jahr hinein.
„Octopus“ im Dock
Nicht viel anders ist es mit der Luxusyacht „Octopus“. Sie liegt inzwischen ebenfalls in einem Dock der Lloyd Werft, soll maßgeblich umgebaut werden und deshalb wohl auch bis mindestens zum Frühjahr 2024 in Bremerhaven bleiben. So zumindest sahen es die bisherigen Zeitplanungen der Auftraggeber vor.
