Bremerhaven - Wenn es um die Schaffung von Ausgleichsflächen für bauliche Eingriffe in die Natur geht, dann sitzt genau dafür ein bundesweit anerkannter Experte in Bremerhaven: die Hafenmanagementgesellschaft Bremenports. Als vor Jahren die Anlegestellen für große Containerschiffe direkt an der Weser erweitert wurden, schuf Bremenports auf der weiter südlich gelegenen Luneplate ein bis heute einmaliges Naturschutzgebiet, in dem sogar Wasserbüffel leben.
Bauarbeiten gestartet
Gerade steht wieder so eine Maßnahme an, wenn auch kleiner. Diesmal werden Kompensationsflächen als Ausgleich für die Arbeiten an der neuen Columbuskaje, beim Columbus Cruise Center (CCC), benötigt. Gefunden hat man die zwischen der Autobahn 27 und dem Lune-Mündungsbauwerk.
Aktuell läuft westlich der Fleester Straße, zwischen den Orten Fleeste und Stotel, bereits eine größere Maßnahme an. Hier will Bremenports ausgleichen, was auf der Columbusinsel entsteht: die 800 m lange neue Columbuskaje.
Natur etwas zurückgeben
Wie berichtet, wird die Anlegestelle für Kreuzfahrtschiffe 20 Meter in die Weser hinein „verlegt“. Das allein ist schon Grund genug, der Natur an anderer Stelle wieder etwas zurückzugeben.
Dazu erklärte Bremenports-Geschäftsführer Robert Howe: „Es ist Anspruch von Bremenports, solche Hafenbauprojekte dafür zu nutzen, um anderen Orten bessere Lebensräume für Flora und Fauna zu schaffen.“ Das Projekt an der Lune zeige, dass der Hafenbau auch die Natur verbessern könne.
Gut für Fischfauna
Bei dieser Renaturierungsmaßnahme werden auf einer Länge von 500 Metern drei hinter der Uferlinie liegende Seitengewässer mit Flach- und Tiefwasserbereichen neu hergestellt. Damit wollen die Experten eine Habitatverbesserung für die Fischfauna im Einzugsgebiet der Unterweser erreichen. Zudem würden die Lebensraumbedingungen für an Gewässern lebende Tierarten wie Amphibien, Reptilien, Vögel wie Röhrichtbrüter, Teichfledermäuse und den Fischotter verbessert, heißt es in einer Mitteilung von Bremenports.
