Bremerhaven - Für die Drogenspürhunde des Zolls ist diese neuartige Erfindung ein gefundenes Fressen: Durch ein spezielles Gerät, entwickelt in Bremerhaven, wird den Drogenfahndern auf vier Beinen die abgeleitete Luft aus einem Container entgegengeblasen. Erstarren die Hunde ganz plötzlich in ihrer Bewegung, ist klar: Der Container enthält nicht nur verpackte Bananen. Zu finden sein dürften in der „Metallkiste“ auch größere Mengen an Kokain.
Hunde ganz sicher
Wie das genau funktioniert, demonstrierte das Hauptzollamt Bremen am Mittwochvormittag auf dem Terminalgelände von NTB. Horst-Dieter Träger (Zoll), der die neue Technik erfand und gemeinsam mit der Zollhundeschule in Bleckede immer wieder verfeinerte, zeigte an einem Container, wie die Hunde zuvor verstecktes Kokain abspüren. „Wenn die Hunde Drogenluft aus den Containern wittern, verharren sie in ihrer Bewegung“, erläuterte Träger und genau so passierte es auch. Bis Kameraleute und Fotografen alles im „Kasten“ hatten, mussten die beiden eingesetzten Tiere gleich mehrfach ran.
Nicole Tödter, Leiterin des Hauptzollamtes Bremen, erklärte dazu: „Bisher konnten wir die Spürhunde an Seecontainern nur einsetzen, wenn der Innenraum für den Hund zugänglich war. Bei vollen Containern und sperrigen Gütern war das nur nach zeitintensivem Ausräumen des Containerinnenraumes möglich. Jetzt können wir eine größere Anzahl an Containern in kürzerer Zeit direkt vor Ort mit den Hunden abspüren.“
Schon erste Erfolge
Und hat das auch schon in der Praxis geklappt? „Hat es“, freut sich die Chefin des Zollamtes. Doch mehr könne sie aus ermittlungstaktischen Gründen nicht sagen.
