Bremerhaven - Steht die Kaufmannschaft in der Bremerhavener Innenstadt schon in Kürze ohne ein eigenes Sprachrohr dar? Diese Frage stellen sich viele Händler, denn der Verein „City Skipper“, bislang das Bindeglied zwischen Gewerbetreibenden und der Stadt, will sich nach eigenen Angaben auflösen. Das scheiterte bislang an Formalitäten.
Auslöser für diesen Schritt war der Weggang von Citymanagerin Claudia Bitti. Deren Vertrag war nicht verlängert worden. Kritik des „City Skippers“ weist die Stadt zurück und erklärt, bis zuletzt sei für eine Fortsetzung des Beschäftigungsverhältnisses kein Antrag gestellt worden.
Nun ist die anerkannte Citymanagerin weg und der Verein steht vor der Aufgabe, alles selbst „wuppen“ zu müssen. Doch dazu findet sich inzwischen kaum noch jemand bereit.
Der Magistrat bedauert die drohende Auflösung des Werbevereins zwar, ist aber auf die Situation vorbereitet. In einem Gespräch zwischen Oberbürgermeister Melf Grantz (SPD) und dem Geschäftsführer der Erlebnis Bremerhaven GmbH, Dr. Ralf Meyer, wurde unter anderem verabredet, dass die Erlebnis künftig die Koordination der Maßnahmen aus dem Bundesprogramm „Innenstadt neu denken“ übernimmt. Dafür sollen eine neue Stelle und eine weitere halbe Stelle geschaffen werden.
Dazu kommen aber durchaus weitere Handlungsfelder. Vieles dreht sich um die Neugestaltung der Bremerhavener Innenstadt, vor allem rund um das ehemalige Karstadtgebäude. Wie berichtet, soll es 2023 abgerissen und durch einen Neubau ersetzt werden. Das sei ein wichtiger Schritt zur weiteren Stärkung der Innenstadt, sagte Grantz.
