Bremerhaven - Das Areal hat eine Größenordnung von 140 Hektar – eine riesige Fläche mitten in Bremerhaven. Genau dort soll in den kommenden Jahren ein neuer Stadtteil, das Werftquartier, entstehen – unter anderem mit Wohnraum und Arbeitsplätzen für mehr als 6000 Menschen.

Wo einst die traditionsreiche Seebeck-Werft ihren Standort fand, wird die Seestadt demnächst weiter wachsen. Neue Straßen müssen her, neue Gebäude. Auch welche, die einige Stockwerke mehr haben. Zwei bis drei Kindertagesstätten, eine Grundschule, am besten auch noch eine Oberschule, Geschäfte, Büros, Discounter – die Liste ließe sich beliebig verlängern.

Nur eines soll im Herzen des Werftquartiers draußen bleiben: der Autoverkehr. Oberbürgermeister Melf Grantz (SPD) und Bürgermeister Torsten Neuhoff (CDU) haben es gegenüber Journalisten bestätigt. Ein neues Verkehrskonzept ist angedacht. Und in dem gibt der Öffentliche Personennahverkehr umweltfreundlich Gas, nicht mehr der private Autoverkehr. „Freie Fahrt für freie Bürger – das war vorgestern“, meint Grantz und kündigt an, dass im Werftquartier umgedacht werden müsse.

Begleitet wird das Jahrhundert-Vorhaben von einem Planungsbüro aus Kopenhagen. Die Projektdirektorin, Caroline Nagel, ist live zugeschaltet als Grantz bekanntgibt, wie weit die Überlegungen inzwischen gediehen sind.

Interessant und durchaus ungewöhnlich: Bremen und Bremerhaven sind beim Werftquartier gleichberechtigte Partner. Nur so und nicht anders lässt sich die Gemeinschaftsaufgabe stemmen.