Bremerhaven - Das von der Bund-Länder-Kommission verhängte Verbot zum Verkauf pyrotechnischer Artikel vor Silvester stürzt den Bremerhavener Feuerwerkshersteller Comet in eine wirtschaftliche Krise. Das Traditionsunternehmen generiert seine Hauptumsätze an den drei Tagen vor dem Jahreswechsel. Das aber dürfte diesmal weitgehend wegfallen. In der Seestadt beschäftigt Comet rund 200 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Sie erfüllen meist logistische Aufgaben. Produziert werden Raketen, Batterien und Böller in China.

Direkt zu Wort gemeldet hat sich in Bremerhaven die Politik. SPD und FDP fordern unverzüglich finanzielle Unterstützung für das möglicherweise in Schieflage geratende Unternehmen. Branchenweit ist von einem dreistelligen Millionenbetrag die Rede, um die drohenden Verluste aufzufangen.

In der Pflicht, Comet zu helfen, sehen Bremerhavens SPD-Vorsitzender Martin Günthner und der FDP-Kreisvorsitzende Professor Hauke Hilz Land und Bund. Während Günthner Bremens Wirtschafts- und Arbeitssenatorin Kristina Vogt (Die Linke) aufforderte, unverzüglich aktiv zu werden, erklärte Hilz, die FDP sehe auch den Bund in der Pflicht. Beide Politiker weisen darauf hin, dass es bei Comet um die Zukunft vieler Mitarbeiter und deren Familien aus Bremerhaven und dem Umland gehe. Ganz ähnlich äußerte sich Thomas Ventzke, Vorsitzender der Mittelstands- und Wirtschaftsunion.