In Bremerhaven sind sich die Grünen schon länger nicht mehr grün. Nach außen deutlich wurde das spätestens 2014, als Umweltstadträtin Anke Krein das Handtuch warf. Wie Michael Frost, amtierender Dezernent für Schule und Kultur, sah sie keinerlei Basis mehr zur eigenen Parteiführung. Das hat nun auch Frost bewogen, sich gemeinsam mit zwei langjährigen Mitstreitern bei den Grünen abzumelden.

Die Spitze der ehemaligen Umweltpartei kann das alles offenbar nicht erschüttern. Ein desaströses Wahlergebnis nicht und die öffentlich an ihr geübte Kritik aus dem eigenen Lager auch nicht. Nun geht ein Teil der Parteiprominenz – und erklärt der ganzen Welt ganz offen, warum. Rückkehr nicht ausgeschlossen.

Zu den besten Zeiten der Grünen hätte schon viel weniger gereicht, um eine Parteiführung zum Rücktritt zu bewegen. Vielleicht ist es ja genau das, was die Basis will. Doch wer möchte das bei den Grünen schon wissen? Mit „weiter so“ ist man in anderen Parteien schon böse gescheitert. Das mögen die Bremerhavener Ober-Grünen nicht wahrhaben wollen – so lange nicht, bis es an der eigenen Basis Austritte hagelt.