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NWZonline.de Region Bremerhaven

Eisbrecher: „Wal“ muss Dampf ablassen

15.05.2020

Bremerhaven Es ist der 3. März 2020. Im Büro von Rüdiger Pallentin, Chef der Lloyd Werft und zugleich Vorsitzender der Schiffahrts-Compagnie Bremerhaven, sitzt ein kleiner Kreis zusammen. Während drinnen das Tour-Programm mit dem Dampfeisbrecher „Wal“ für die kommende Saison 2020 besprochen wird, zieht draußen genau dieses Schiff in Schlepperbegleitung langsam durch den Kaiserhafen in Richtung Dock. Die „Wal“ – sie steht seit 2019 als Bewegliches Baudenkmal unter Schutz – soll „hübsch“ gemacht werden für die kommenden Törns.

Keine andere Wahl

Für die Männer, die an Pallentins Konferenztisch Platz genommen haben, ist Corona längst ein wichtiges Thema. Doch dass die Folgen dieser Pandemie so gravierend ausfallen würden, konnte am 3. März kaum jemand präzise voraussagen. Heute ist klar: Die „Wal“ wird dieses Jahr von Bremerhaven aus zu keiner einzigen Reise aufbrechen. Dabei gab es längst Buchungen, denn Ausfahrten mit dem alten Dampfschiff sind beliebt. Nun muss alles verschoben werden. Auf 2021?

Heino Tietjen von der Schiffahrts-Compagnie, ein gemeinnütziger Verein, der die „Wal“ am „Leben“ erhält und pflegt, bedauert diese Entscheidung zwar, vertritt sie aber auch. „Auf einem solchen Schiff Sicherheitsabstände einzuhalten, wäre wohl gar nicht zu leisten. Hinzu kommt, dass eine Reihe unserer Mitglieder zur Risikogruppe gerechnet werden müssen. Daher konnte es keine andere Entscheidung geben, als das Programm für dieses Jahr abzusagen“, so Tietjen. Gleichwohl wird es die eine andere Probefahrt geben – vielleicht die Weser rauf und runter. Das wäre es für 2020 aber dann auch schon.

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Derweil liegt die „Wal“ nach wie vor nicht auf ihrem angestammten Platz im Neuen Hafen, sie hat an einer Pier der Lloyd Werft festgemacht. „Verholen können wir sie möglicherweise erst kommende Woche, denn wir warten noch auf ein Ersatzteil. Das ist nichts Aufregendes, muss aber gemacht werden“, weiß Tietjen.

Neue Kessel müssen her

Größer wird der nächste „Eingriff“ auf dem Dampfeisbrecher. Die 60 Jahre alten Kessel müssen ausgetauscht werden. Das klingt teuer und das ist es auch. „Kalkuliert wird ein Betrag zwischen 600 000 Euro und einer Million, denn die Kessel müssen neu produziert werden. So etwas gibt es heutzutage natürlich nicht mehr von der Stange“, erklärt Tietjen. Gespräche mit der Politik über Finanzzuschüsse stehen an.

Heiner Otto Korrespondent / Redaktion Bremerhaven
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