Bremerhaven - Als Gerd Blancke, Salzer des Matjes-Ordens, vorigen Sonnabend im Schaufenster Fischereihafen einen Zollstock in der Hand hielt, wurde es einen kleinen Moment „amtlich“. Immerhin galt es, das wahrscheinlich längste Matjes-Brötchen der Welt nachzumessen, das wenig später in Portionen geschnitten an die Schar versammelter Feinschmecker verkauft werden sollte. Genau 25 m Brötchen mit der leckeren Fischspezialität aus Holland ermittelte Blancke – in der Tat stark rekordverdächtig.

Dann brach er los, der Ansturm auf die Matjes-Happen. Keine 40 Minuten später war das „Fisch-Buffet“ abgeräumt. „Das ging schneller, als gedacht“, freute sich Blancke. 540 Euro kamen zusammen – ein Betrag, der an die Deutsche Knochenmarkspenderdatei (DKMS) geht. Nächstes Jahr, versprach Blancke noch, werde das Matjes-Brötchen wieder einen Meter länger.

Derweil zeigte sich Veranstaltungsleiter Marco Schilling sehr zufrieden mit dem guten Besuch beim Hafenspektakel. Rund 50 000 Gäste, schätzte Schilling, seien es wohl gewesen, darunter wieder viele aus den Landkreisen Wesermarsch und Cuxhaven, aber auch aus Oldenburg.

Trotz des unbeständigen Wetters am Sonntag war die Oldtimer-Ausstellung mit schnittigen amerikanischen Fahrzeugen ausgezeichnet frequentiert. „Wegen der schlechten Wetterprognosen hatte ich schon die Befürchtung, dass die Autobesitzer ihre teils wertvollen Fahrzeuge besser in der Garage lassen. Doch es hat ja alles wirklich prima geklappt“, freute sich Schilling.

Das mit dem schlechten Wetter am Sonntag hatte Radio Bremen-Reporterin Constanze Hossfeld-Seedorf bei buten & binnen schon vorausgesagt. Gedreht wurde der kurze Wetter-Sport direkt neben dem Matjes-Brötchen.