Bremerhaven - Sie ist zum ersten Mal bei einem Drachenbootrennen dabei. „Vorsichtig beim Ein- und Aussteigen. Das kann wackeln“, hatte zuvor noch eine Freundin geraten. Nun stand Gesine Meier am Anleger. Auf dem Hinterteil rutschte sie vorsichtig auf den ihr zugewiesenen Platz. Gar nicht so einfach, wenn man sich festhalten möchte und dabei noch ein Paddel umklammern muss.
Zum Aufwärmen geht es in mäßigem Tempo zur Startlinie. Hier wenden die bunten Boote mit dem Drachenkopf am Bug und wenig später geht das Rennen los. Wie erfolgreich die einzelnen Besatzungen sind, zeigt sich gleich am Rhythmus. Läuft es harmonisch und kraftvoll, ist alles gut. Kommt ein Team aus dem Takt, kann die Trommlerin sich auch noch so viel Mühe geben. Die Konkurrenz ist dann meist schneller.
So bahnen sich die Drachenboote namens „Schatzi“ oder „Mausi“ mit unterschiedlich gut geschulten Profis an Bord ihren Weg durch das Wasser im Fischereihafenbecken, angefeuert von vielen hundert Schlachtenbummlern, die die Rennstrecke rund um das Museumsschiff „Gera“ säumen.
Am Ende hat der „Drachen-Flitzer“ der Bremer Gewoba die Nase vorn, ist im Ziel nur einen Herzschlag schneller als das Team des Geestemünder Turnvereins (GTV).
Bei bestem Wetter wird den Zuschauern auf der Kaje nicht nur Drachenboot-Sport im „Acht-Minuten-Takt“ geboten, als Anziehungspunkt erweist sich einmal mehr der Bauern- und Handwerkermarkt am Schaufenster Fischereihafen. Dessen Geschäftsführer Karlheinz Michen zeigte sich am Ende sehr zufrieden.
