Bremerhaven - Traurige Nachricht aus dem Bremerhavener Zoo am Meer: Dort musste mit „Sailor“ der weltweit älteste Südamerikanische Seelöwenbulle in einem zoologischen Garten eingeschläfert werden. Das war schon am Montag, 26. April. In die Öffentlichkeit trat die Zooleitung damit am darauffolgenden Freitag.

Zoodirektorin Dr. Heike Kück erklärte in einer Stellungnahme, der mächtige aber sehr gutmütige Bulle habe schon eine Weile unter Arthrose gelitten. „Da eine Arthrose aber nur verlangsamt und nicht mehr geheilt werden kann, kam leider der Tag, wo selbst Medikamente ihm die Bewegung nicht mehr erleichtern konnten. Um ihm die ständigen Schmerzen bei jeder Bewegung zu ersparen, haben wir uns schweren Herzens entschieden, ihn zu erlösen“, erklärte Kück.

Unter den Zoobesuchern galt der 26 Jahre alte „Sailor“ als besonders beliebt. Das Tier kam während der Sail 1995 im Zoo zur Welt. Daher auch der Name „Sailor“. Ihm zur Seite stand vom ersten Tag an Tierpflegerin Carmen Gürster. Sie war seine erste Bezugsperson. Nach 26 gemeinsamen Jahren vermisst Gürster den Seelöwenbullen ganz besonders.

Wegen des hohen Alters von „Sailor“ entschloss man sich im Zoo, rechtzeitig nach einem Nachfolger Ausschau zu halten. Die Wahl fiel im Jahre 2017 auf das Jungtier „Samson“ aus dem Tierpark Hellabrunn, München. „Samson“ ist seit 2018 in Bremerhaven und soll nun das Seelöwenrudel führen. „Aber die Fußstapfen von ,Sailor’ sind groß“, weiß auch Dr. Heike Kück.