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NWZonline.de Region Stadt Oldenburg Stadtteile Bürgerfelde

Motorsägen sind hier nicht zur Maisernte gedacht

19.09.2017

Bürgerfelde Schlimm genug – und das im wahrsten Sinne des Wortes – ist’s, dass das „Scream Nights“-Team sich und andere zur dunklen Jahreszeit in den Wahnsinn treibt. Dass die grausigen Gestalten nun nach zweijähriger Pause aber auch wieder im Maisfeld am Sackhofsweg Station machen, ist an Horror kaum zu überbieten. Und rund 500 Leute fanden’s am Eröffnungsabend schlichtweg fantastisch!

Die Schauspieler selbst im Übrigen auch: 13 neue Erschrecker hatten die Flowers-Brüder in diesem Jahr für ihre „Scream Nights“ gecastet und für schrecklich befunden – was hier bekanntlich eine Auszeichnung ist. Am Wochenende konnten sich diese neuen Macheten schwingenden Wahnsinnigen und ganz offensichtlich blutrünstigen Gestalten im Maisfeld prächtigst austoben, ließen Motorsägen und Puls der Besucher im Gleichklang hochschnellen. Freunde der Angst (über 16 Jahre) kamen hier also für ihren Eintrittspreis von 7,50 Euro allemal auf ihre Kosten – am kommenden Freitag und Samstag übrigens noch einmal. Wenn es Herz und Nerven denn mitmachen. Feste Schuhe sollten angezogen werden, schnell Verängstigte außerdem noch in der Dämmerung zwischen 19.30 und 20.30 Uhr reinschauen. Danach herrscht große Dunkelheit im Mais. Schön für Horrorfans, schlecht fürs Gemüt aller anderen.

Wer lieber feste Wände um sich weiß, sollte sich dann schon mal die Wochenenden ab Mitte Oktober (bis Anfang November) vormerken. Im „Hochsicherheitsgefängnis Hopes End Prison“ – das liegt wie im Vorjahr in einem früheren Schuhgeschäft am Posthalterweg 3 – kämpfen die Besucher gegen allerlei Ängste und böse Buben an. Mehr Erschrecker, mehr Platz für fiese Figuren und weitere Möglichkeiten für die Flowers-Brüder, ihr Oldenburger Horrorspektakel für einen etwaigen Export noch bekannter zu machen. Daniel Flowers hat früher selbst Besucher bei seinen „Scream Nights“ erschreckt, mittlerweile nimmt die Organisation für das längst aus den Kinderschuhen gewachsene Spiel aber den größten Raum ein. „Wir versuchen jedes Jahr, weiter zu wachsen“, sagt er. Und das gelingt bislang gut. Erschreckend gut.

Marc Geschonke Redakteur / Redaktion Oldenburg
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