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NWZonline.de Bundestagswahl

Schüler haken kritisch nach

13.08.2013

Rastede Das Kreuz auf dem Wahlzettel an der richtigen Stelle zu setzen sei schwierig, betonte Maryam Wefer, als sie gemeinsam mit ihren Mitschülerinnen Dana Hancke und Anna Scheide die Podiumsdiskussion am Montag zur bevorstehenden Bundestagswahl eröffnete. Denn es setze ein Interesse an der Politik voraus, ergänzt die 17-Jährige. Damit ihren wahlberechtigten Schulkameraden die Orientierung im Parteiendschungel leichter fällt, haben die Schülerinnen sechs Kandidaten in die Aula der Kooperativen Gesamtschule in Rastede eingeladen. Der Einladung gefolgt waren: Christiane Ratjen-Damerau (FDP), Stephan Albani (CDU), Dennis Rohde (SPD), Peter Meiwald (Grüne), Holger Lubitz (Piraten) und Hans-Henning Adler (Linke), der den Linke-Kandidaten Martin A. Michels vertrat.

Schwerpunkte gesetzt

Nach der Begrüßung stellten sich die Teilnehmer zunächst den etwa 300 Schülern vor. In 60 Sekunden. Dann wurde es ernst: Wefer, Hancke und Scheide präsentierten den Kandidaten ihre mitunter kritischen Fragen zu den Themenschwerpunkten: Energiewende, Menschenrechte sowie Krieg und Frieden.

Dabei heizte besonders die aktuelle Flüchtlingspolitik die Diskussion unter den Bundestags-Kandidaten an. Das Schülertrio hatte dazu Mahamoudou Doukouré eingeladen. Der 35-Jährige stammt von der Elfenbeinküste und ist 2004 als Flüchtling nach Oldenburg gekommen, erzählt er. In Deutschland hat er einige Hürden nehmen müssen, durfte sehr lange nicht arbeiten. Doukourés Schicksal berührte nicht nur die Schüler. Auch die Gäste auf dem Podium zeigten sich beeindruckt von dessen Schilderungen. Doukourés Appell an sie und die Politik: „Bitte nicht die Flüchtlinge vergessen“.

Danach waren die Schüler in der Aula mit Fragen an der Reihe. An dieser Stelle kristallisierte sich deutlich heraus, wie sehr ihnen die Bildungspolitik am Herzen liegt. Mit Fragen nach Studiengebühren oder aber dem Ausbau der eigenen Schule konfrontierten sie die Kandidaten. Dabei hatten es die drei Moderatorinnen nicht leicht. Immer wieder mussten sie die Politiker unterbrechen, zum Thema zurückführen. „Wir freuen uns sehr darüber, wie die Diskussion gelaufen ist“, sagt Dana Hancke. Die Fragen hatte sie sich gemeinsam mit Wefer und Scheide überlegt. Sie seien mit der Diskussion zufrieden. Und auch ihr Politiklehrer Michael Luttmer ist stolz auf seine Schützlinge: „Es ist sehr schwierig, hier auf dem Podium zu sitzen und so eine Diskussion zu moderieren.“

Der Mensch dahinter

Auch die Schüler zeigten sich von der Diskussion beeindruckt. Sie habe nun einen Eindruck von den Menschen bekommen, die hinter den Wahlplakaten stünden, sagt Kristina Kü. „Ich habe mich vorher nie damit beschäftigt“, räumt die 14-Jährige ein. Auch Wiebke Bartsch hatte vorher kaum etwas über die Politiker gewusst. „Und ich habe alles verstanden“, sagt die Neuntklässlerin. Von den Ansichten einiger Kandidaten überrascht waren auch Leon Rück und Timo Merten. „Wir fanden den einen oder anderen recht sympathisch“, erklären die 14-Jährigen.


NWZ TV    zeigt einen Beitrag unter   www.nwz.tv/ammerland 
Christine Henze Volontärin / NWZ-Redaktion
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