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NWZonline.de Bundestagswahl

„Zwölf Euro sind noch zu wenig“

03.09.2013

Cloppenburg „Günter Kreßmann – 100 Prozent sozial“ so wirbt „Die Linke“ für ihren Bundestagswahldirektkandidaten für den Wahlkreis Cloppenburg/Vechta. „Ich weiß, leicht wird das hier für mich nicht“, sagt der 49-jährige Löninger mit Blick auf die Bundestagswahl und die doch eher konservative Wählerschaft in der Region. „Aber wenn man etwas verändern will, muss man es versuchen.“ Und versuchen will er es, auch wenn er nicht mit allen Ansichten seiner Partei konformgeht. „Ich bin überzeugtes Parteimitglied, aber deshalb muss ich nicht alles befürworten“, sagt der gelernte Elektroinstallateurmeister und Lkw-Fahrer.

Acht Jahre war Kreßmann in der Bundeswehr, 2007 ist er in die Partei eingetreten – aus Überzeugung. „Ich war nie Kommunist, ich bin kein Kommunist und werde auch kein Kommunist“, betont er. Doch die Partei „Die Linke“ stehe für vieles, was sich der Kandidat, der römisch-katholisch erzogen ist und sogar in eine sehr katholische Familie eingeheiratet hat, für die Gesellschaft wünscht – „soziale Gerechtigkeit“.

„In Würde leben und in Würde alt werden, dafür stehe ich“, so Kreßmann. Dazu gehörten eine gute, flächendeckende Kinderbetreuung mit gut bezahltem Personal, aber auch gute Ausbildungsmöglichkeiten vor Ort bis hin zur Vereinbarkeit von Familie und Beruf. „Wir brauchen das Know-how der Frauen“, sagt er. Jede Frau, die arbeiten wolle, solle die Chance dazu haben, und müsse für ihre Leistung auch denselben Lohn erhalten wie ein männlicher Kollege. „Entweder wir schaffen es zusammen oder gar nicht“, ist Kreßmann überzeugt. Es könne doch nicht sein, dass im Bereich Gehälter noch eine Zwei-Klassen-Gesellschaft zwischen Männern und Frauen existiere.

Apropos Gehalt: „Wer 8,50 Euro Mindestlohn verdient, kann das mit der Rente vergessen“, ist Kreßmann überzeugt. Das reiche nicht. Die Linke fordere deshalb zehn Euro, wobei er erkannt habe, dass selbst zwölf Euro eigentlich noch zu wenig seien, um das aktuelle Leben und später den Ruhestand finanzieren zu können. Das Rentensystem müsse überarbeitet werden.

Gleiches gelte für die Kranken- und Pflegekassen. Er plädiert für eine Kasse, in die alle einzahlen – „natürlich mit einer Übergangsfrist, aber nur so ist es möglich, dass auch der normale Malocher abgesichert ist“, so Kreßmann.

Anuschka Kramer
Redakteurin
Redaktion Westerstede
Tel:
04488 9988 2602

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