Eckwarden - In vielen Gesichtern sah man Erleichterung, als am Sonnabend auf dem Dorffest in Eckwarden bekannt gegeben wurde, wer die restaurierungsbedürftige Kanone ersteigert hatte, die seit 21 Jahren auf der Wiese neben dem Glockenturm steht. Sophia Hoche ist die neue Eigentümerin. Und damit steht fest, dass die Kanone in Eckwarden verbleiben wird.

Der Bürgerverein hatte sich nach langen Überlegungen dazu entschlossen, die Kanone abzugeben. Zum einen seien dringend umfangreiche Instandhaltungsarbeiten notwendig, so die Beweggründe des Bürgervereins. Zum anderen gehe eine Gefahr von der Theaterrequisite aus, wenn Kinder, die auf den Schulbus warten, auf der Kanone herumturnen. Die Räder sind morsch, das Gestell brüchig.

Im Vorfeld hatte es viele Diskussionen darum gegeben, ob es richtig sei, die Kanone, die 1995 bei einer Theateraufführung anlässlich der 1000-Jahr-Feier Eckwardens ihren großen Auftritt hatte und damals von Horst Wagner gestiftet worden war, zu versteigern. Immerhin hätte damit die Gefahr bestanden, das täuschend echt aussehende, vor der Kirche stehende Geschoss aus Eckwarden fortgeben zu müssen.

Umso größer war dann die Erleichterung, als der Name der Höchstbietenden verkündet wurde. Sophia Hoche (62) hatte mit einem Gebot von 500 Euro den Zuschlag bekommen. Die Wahl-Eckwarderin, die die Entscheidung gemeinsam mit ihrem Ehemann Uwe Hoche (62) getroffen hatte, freute sich über den Zuschlag. Angela Springer (58), Vorsitzende des Bürgervereins, nahm Sophia Hochs Vorschlag, mit dem Geld die altersschwache Kanone restaurieren zu lassen und den aktuellen Standort beizubehalten, erleichtert an.

Konkrete Ideen, wie die Instandsetzung vonstattengehen soll, gibt es bereits: Friedrich August Brockhoff (70) hat zu Hause noch zwei passende Wagenräder liegen – die können verwenden werden. Gemeinsam mit Andreas Büsing (63) will er schon bald mit den Arbeiten beginnen.