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NWZonline.de Region Wesermarsch Gemeinden Butjadingen

Wie man alt wird, ohne alt zu sein

09.11.2017

Burhave Alt werden möchte jeder – aber nicht alt sein. Das zu schaffen, ist ein alter Menschheitstraum, mit dem sich ein noch junger Zweig der Medizin beschäftigt. Der sogenannten mitochondrialen Medizin liegt die Überlegung zugrunde, dass viele Krankheiten möglicherweise auf einen Mangel an Energie zurückzuführen sind.

Mit diesem Thema befasst sich die Butjadinger Medizinerin Dr. Marlene Laturnus im letzten Vortrag dieses Jahres, zu dem das Butjadinger Forum Naturheilkunde und Medizin einlädt. Der Vortrag findet am Montag, 20. November, im Atrium an der Standallee 61 statt und beginnt um 19.30 Uhr. Der Eintritt kostet 2,50 Euro.

Die Energie, die der Körper für jeden Lebensvorgang benötigt, wird in „Minikraftwerken“, den Mitochondrien, gebildet. Diese befinden sich in mehr oder weniger großer Anzahl in fast allen Körperzellen. So enthalten zum Beispiel Nervenzellen circa 10 000 und Eizellen rund 100 000 von diesen Mitochondrien.

Werden die Minikraftwerke im Laufe des Lebens geschädigt oder gehemmt oder fehlen ihnen notwendige Mikronährstoffe, produzieren sie immer weniger Energie. „Spätestens ab dem 60. Lebensjahr bekommen wir das tagtäglich zu spüren“, sagt Marlene Laturnus. Augen und Ohren lassen nach, Herz und Muskeln verlieren allmählich an Kraft. Man fühlt sich häufiger schlapp, müde und antriebslos. Chronische Krankheiten können in Erscheinung treten, und das Immunsystem büßt Schlagkraft ein.

Aber es gebe eine gute Botschaft, sagt die Medizinerin. Nach aktuellen Forschungsergebnissen sei es möglich, den Minikraftwerken wieder zu mehr Leistungsfähigkeit zu verhelfen und auf diese Weise möglicherweise den Alterungsprozess zu verlangsamen. Dazu wird Marlene Laturnus ein Fünf-Säulen-Programm vorstellen. Zu diesem Programm gehören eine entsprechende Ernährung, körperliche Aktivität, Schadstoff-und Stressminimierung, eine gute Nachtschlafqualität und der Einsatz von spezifischen Mikronährstoffen. Dänische Forscher konnten laut Marlene Laturnus in einer Studie nachweisen, dass ein bestimmter Mikronährstoff im Einsatz gegen Herzschwäche erfolgreicher war als jedes herkömmliche Medikament.