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NWZonline.de Region Wesermarsch Gemeinden Butjadingen

Das Debüt mit zwei Trophäen gekrönt

05.08.2019

Fedderwardersiel Nur von Anfängerglück zu sprechen, wäre nicht gerechtfertigt. Obwohl Lennart Wefer erstmalig als Kapitän mit eigenem Schiff teilnahm, ist er kein Neuling unter den Fedderwardersieler Krabbenfischern. Der 26-jährige Spross einer alteingesessenen Butjenter Fischerfamilie, der den Beruf in der vierten Generation bei seinem Vater Manfred Wefer erlernte, ist mit einem Sieg und einen 2. Platz der große Gewinner der 48. Fedderwardersieler Krabbenkutter-Regatta.

Gewonnen hat Lennart Wefer am Samstagnachmittag den Wettbewerb nach der „gezogenen Zeit“. Bei dem siegt, wer er ausgelosten Zeit am nächsten kommt. Die von der vierjährigen Henrike, Tochter einer Urlauberfamilie aus dem nordrhein-westfälischen Vlotho, gezogenen Zeit betrug 12:55,0 Minuten. Lennart Wefer absolvierte mit seinem Kutter „Heimat“ die Regattastrecke in 12:55.81 Minuten. Platz zwei bei diesem Wettbewerb belegte sein Vater Manfred Wefer (Kutter „Rubin“/12:57,59 Minuten) vor Dauergast Michael Peters aus Wremen („Apollo“/12:57,62), Dirk Ostendorf („Seestern“/12:49,31), Mathias Ruhr („Ostwind“/13:08,00) und Martin Sievers („Harmonie“/13:55,82).

Das „Blaue Band“ für den schnellsten Krabbenkutter sicherte sich Dirk Ostendorf mit seiner „Seestern“ vor der „Heimat“ von Lennart Wefer. Auf den weiteren Plätzen folgten Michael Peters, Manfred Wefer, Mathias Ruhr und Martin Sievers. Auch Abonnementsieger Söhnke Thaden war mit seinem Kutter „Christine“ an der Start gegangen, musste die Fahrt aber abbrechen, weil ein aus dem Hafen auslaufendes Schiff die Regattastrecke kreuzte. Auf einen ihm von der Regattaleitung mit Jasmin Klein und Malte Linneweber angebotenen Neustart verzichtete Thaden.

Touristisches Ereignis

Obwohl sie dem dreitägigen Spektakel am und im Kutterhafen den Namen verleiht, bildete die Regatta der jetzt wieder sechs in Fedderwardersiel beheimateten Krabbenkutter und des Gastes aus Wremen eine Nebensache. Schon seit vielen Jahren ist die ursprüngliche Vermarktungsaktion der in der ehemaligen Fischereigenossenschaft Butjadingen organisierten Fischer ein touristisches Großereignis. Veranstalter ist seit einigen Jahren die Tourismus-Servicegesellschaft Butjadingen (TSG), die mit der Unterstützung einiger Vereine und anderer Organisationen nicht nur das Hafengelände in einen Rummelplatz mit Imbiss-, Getränke- und Händlerständen verwandelte, sondern auch für ein attraktives, abwechslungsreiches Programm sorgte. Das lockte wieder mehrere Tausend Besucher an.

Die Regatta quasi als Teilnehmer verfolgen konnten jene Gäste, die sich während der Wettfahrt an Bord der sechs Kutter befanden. Die stachen am Samstag und Sonntag für jeweils gut drei Stunden zu 20-minütigen Gästefahrten in See, so dass mehrere Hundert Besucher in den eher selten Genuss einer wenn auch nur kurzen Seefahrt mit einem Krabbenkutter kamen.

Im Heimathafen zurück

Zur 48. Krabbenkutter-Regatta war der Kutter „Bianca“ in seiner ursprünglichen Heimathafen Fedderwardersiel zurückgekehrt. 36 Jahre im Besitz der Fischerfamilie Schmidt, ist jetzt Nordenhams letzter Weserfischer Egon Büsing der Eigner des Kutters. Er bot auf seinem Schiff geräucherte Aale an.

Neben den Krabbenkuttern hatte am Samstag auch der in Bremerhaven stationierte Seenotrettungskreuzer „Hermann Rudolf Meyer“ der Deutschen Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger im Fedderwardersieler Hafen festgemacht. Die DGzRS präsentierte zudem ihr in Fedderwardersiel beheimatetes Seenotrettungsboot „Hermann Onken“ und das von 1946 bis 1977 dort eingesetzte historische Rettungsboot „Wilhelmine Wiese“, das seit 1997 im ehemaligen Rettungsschuppen Museumszwecken dient. Auch die DLRG war mit mehreren Booten im Einsatz.

Viel Spaß hatten die Kinder bei den Tricks das Zauberers Thom Liewald und bei der Schatzsuche mit Capitano Olé. Viel Beifall erhielt die Gruppe „Young Life Spirit“ für ihre sehr gelungenen akrobatischen Darbietungen. Zum Mitsingen rief der Band „Gezeitenrock“ bei einer „Singflut“. Damit die Besucher die Band mit Sängerin Inse Böning sowie Udo Linneweber (Gitarre), Reiner Jahn (Bass), Rainer Bargmann (Gitarre) und Andreas Lorenz (Schlagzeug) bei den Songs von ZZ Top, AC/DC oder Status Quo unterstützen konnten, wurden die Texte auf einer Leinwand zelebriert.

Musikalisch wurde die 48. Krabbenkutter-Regatta am Sonntagnachmittag auch beendet. Die Shantychöre Mahndorf, Moorbek-Schipper, Langschede und Butjenter Blinkfüer gestalteten einen maritimen Nachmittag.

Rolf Bultmann Nordenham / Redaktion Nordenham
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