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NWZonline.de Region Wesermarsch Gemeinden Butjadingen

Stiftung darf Leuchtturm kaufen

18.07.2013

Eckwarderhörne Der Abriss war besiegelt, die Arbeitsschiffe hatten bereits Kurs in Richtung ehemaliges Oberfeuer in Eckwarderhörne gesetzt. Jetzt steht fest: Der Vorfall vom Herbst 2012 wird nur als Randnotiz in die Geschichte des Leuchtturms eingehen. Bei einem Treffen im Hotel am Markt in Nordenham haben Vertreter von Bund, Land, Deichband und Wasser- und Schifffahrtsamt Fakten geschaffen und die Besitzverhältnisse endgültig geklärt.

Das 50 Jahre alte Bauwerk wird in Kürze samt Grundstück in den Besitz der Stiftung „Oberfeuer Preußeneck“ übergehen. Der Rest sei eine Formsache, erläuterte Stiftungsvorsitzender Ernst Tannen am Mittwoch im Gespräch mit der NWZ . Damit spielt er auf die ausstehende Unterzeichnung des Kaufvertrages und die Schlüsselübergabe an.

Wie berichtet, soll der 45 Meter hohe denkmalgeschützte Turm noch in diesem Jahr saniert werden, um ihn später mit einer Aussichtsplattform und einem Museum auszustatten. Das Bauwerk soll ein touristischer Anziehungspunkt werden. Die Gesamtkosten des Vorhabens betragen 300 000 Euro.

An dem Treffen im Hotel am Markt hatten Vertreter vom Niedersächsischen Wirtschaftsministerium, dem Wasser- und Schifffahrtsamt Wilhelmshaven, dem Bundesamt für Immobilienaufgaben, vom II. Oldenburgischen Deichband, der Jade-Weser-Port GmbH sowie der Stiftung teilgenommen.

Die Teilnehmer vereinbarten, dass der bisherige Eigentümer des Turms, das Wasser- und Schifffahrtsamt, das Grundstück an die Stiftung verkauft. Damit gehe auch der Turm in ihren Besitz über. Zunächst hatte die Vertreterin des Bundesamtes für Immobilienaufgaben vorgeschlagen, das Grundstück auf den Deichband zu übertragen, der es wiederum durch Erbbaurecht an die Stiftung übergibt. Am Ende entschieden sich alle Beteiligten für den einfachen Weg.

Als Kaufpreis schlug Ernst Tannen symbolisch 1 Euro vor, da die Stiftung nur über begrenzte Betriebsmittel verfüge. Darüber soll noch beraten werden.

Außerdem müsse der Planfeststellungsbeschluss, der den Abriss den Turms vorsah, entsprechend geändert werden. Stiftungsvorsitzender Tannen geht davon aus, dass die Sanierung des Leuchtfeuers Ende August beginnen kann.

Es fehlen noch zwei Bewilligungsbescheide über Landesmittel, einer sei schon eingegangen. „Ich bin allen Beteiligten dankbar, dass wir in so kurzer Zeit seit der Gründung der Stiftung zu einem Ergebnis gekommen sind“, sagt Ernst Tannen.