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NWZonline.de Region Wesermarsch Gemeinden Butjadingen

W-Lan ist das i-Tüpfelchen

25.05.2019

Süllwarden „Los Leute, wir hinken hinterher. Eine andere Gruppe hat schon einen 100 Meter langen Kanalschacht ausgehoben.“ Danny Janke drängelt – aber mit einem Augenzwinkern. Denn die LIG Nord hat am Freitagvormittag überhaupt keinen Grund, in Panik zu verfallen. Die Erde ist ausgehoben, gerade werden das Holz und die Dachpfannen angeliefert, der Sand ist unterwegs. Und es ist noch jede Menge Zeit.

Geheimnis gelüftet

Die LIG Nord ist bei der 72-Stunden-Aktion der niedersächsischen Landjugend dabei. Wie 110 andere Landjugendgruppen in Niedersachsen auch haben die Butjenter am Donnerstag um 18 Uhr eine Aufgabe zugeteilt bekommen, und seit dem tickt die Uhr. Exakt 72 Stunden, bis Sonntag um 18 Uhr also, haben die Gruppe Zeit, ihre Aufgabe umzusetzen. Dann werden in 111 Dörfern 111 gute Werke getan worden sein.

Die Butjenter haben ihre Aufgabe, die bis dahin ein bestens gehütetes Geheimnis war, auf Hof Iggewarden zugeteilt bekommen. Betreiber Reinhard Evers fungierte dabei als „Agent“ – als derjenige, der den jungen Leuten verkündete, welche Aufgabe der Bezirksverband der Landjugend in Oldenburg ihnen zugeteilt hat, nämlich: den Bau eines Unterstands und Rastplatzes an der Bushaltestelle in Süllwarden.

„Das schaffen wir“, war der erste Gedanke von Wiebke Ruprecht. „Ich hab mich gefreut, dass wir etwas Neues erschaffen dürfen, von dem wir später einmal sagen können: Guck mal, das haben wir damals mit der LIG gemacht“, so die Vorsitzende der Butjadinger Landjugend.

Sofort Pläne skizziert

Und so schmiedeten die jungen Leute noch am Abend der Aufgabenverkündung die ersten Pläne und skizzierten sie auf Papier. Am Freitagvormittag war die Euphorie keineswegs wieder verflogen, zumal die Landjugend inzwischen schon sehr viel organisiert und geschafft hatte.

Die Idee, bei der Bushaltestelle in Süllwaren ein Wartehäuschen zu bauen, kommt nicht ungefähr. CDU-Ratsherr Johann Evers hatte schon einmal im Gemeinderat gefordert, dass ein solcher Unterstand errichtet wird – vor allem, damit Schulkinder nicht Wind und Wetter ausgesetzt sind, wenn sie auf den Bus warten. Als nun die 72-Stunden-Aktion anstand, kam die Idee auf, dass der Bau eines Wartehäuschens – ergänzt um einen Rastplatz – eine schöne Aufgabe für die Landjugend wäre.

Charmanter Nebeneffekt: Die LIG musste nach einem Hauptsponsor für die Aktion nicht lange suchen. Weil es eigentlich die Aufgabe des Landkreises ist, Buswartehäuschen aufzubauen, bezahlt dieser nun auch das Baumaterial – das die Firma Diekmann aus Diekmannshausen angesichts des guten Zwecks, dem die Sache dient, zum Sonderpreis zur Verfügung stellt. Darüber hinaus gibt es etliche weitere Unterstützer und Sponsoren.

Am Freitagmorgen sah der Plan wie folgt aus: Erde ausheben (das war bereits erfolgt), mit Sand auffüllen, die Fläche mit Steinen pflastern, die der Bauhof der Gemeinde Butjadingen spendiert, Punktfundament aus Beton erstellen und dann in Holzrahmenbauweise die Hütte drauf stellen.

Wer künftig in Süllwarden auf den Bus wartet oder an dem Unterstand einfach als Radler oder Wanderer eine Pause einlegt, kann eine Karte mit Informationen über die Deutsche Sielroute studieren, die an der Wand hängt. Oder im Internet surfen. W-Lan ist das i-Tüpfelchen des Unterstands. Dass es mitten im beschaulichen Süllwarden vorhanden sein wird, dafür sorgt auf Bitten der Landjugend Matthias Schulz via Freifunk. Manche Aufgaben dürfen bei der 72-Stunden-Aktion eben auch delegiert werden.


Ein Video unter   www.nwzonlin.de/videos 
Video

Detlef Glückselig Butjadingen / Redaktion Nordenham
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