Butjadingen - Das tolle und klare Wahlergebnis sei für sie nun eine Basis, gemeinsam mit allen Parteien Butjadingens Zukunft zu entwickeln, machte Ina Korter nach ihrem Sieg bei der Butjadinger Bürgermeisterwahl deutlich. Gelegenheit dazu erhält die 59-jährige Nordenhamerin ab 1. November, wenn sie als Nachfolgerin von Rolf Blumenberg ihre siebenjährige Amtszeit antritt.
Die derzeitige Landtagsabgeordnete der Grünen, die als von SPD und den Grünen unterstützte Einzelbewerberin antrat, gewann mit 51,8 Prozent der Stimmen überraschend deutlich vor CDU-Kandidat Meent Bruncken (31 Prozent) sowie vor Einzelbewerberin Birgitt von Thülen und Unabhängigen-Kandidat Dr. Hans Hortig (je 8,6 Prozent).
Den Wahlkampf bezeichnete Ina Korter als überwiegend fair. Aber sie habe richtig kämpfen müssen. „Einen so heftigen Wahlkampf habe ich nicht einmal bei einer Landtagswahl machen müssen“, sagte Butjadingens künftige Bürgermeisterin.
In den vergangenen Wochen war Ina Korter fast pausenlos in Butjadingen unterwegs. Neben der Teilnahme an Podiumsdiskussionen warb sie mit Informationsständen und anderen Wahlkampfaktionen um Wählerstimmen. Zudem besuchte Ina Korter unter anderem Vereine und Organisationen sowie gemeindliche, touristische und soziale Einrichtungen, um sich zu informieren.
Bei allen Veranstaltungen und Gesprächen sei Ina Korter als Person mit viel Kompetenz und Bürgernähe, aber auch mit verständlichen und überprüfbaren Aussagen von den Wählern in Butjadingen wahrgenommen worden. Dies habe den Ausschlag für ihren deutlichen Wahlsieg gegeben, ist sich Jürgen Sprickerhof, Vorsitzender der Gemeinderatsfraktion der Butjenter Grünen, sicher.
Ähnlich sieht das sein SPD-Amtskollege Dieter Kuhlmann. Viele Butjenter würden die Wahl von Ina Korter mit der Chance zu einem Kurswechsel verbinden, der darin bestehe, dass die Bürger bei künftigen Entscheidungen mehr als bisher mitgenommen werden. Zudem erhoffe man sich von ihr, dass sie ihre Kompetenz und guten Verbindungen zum Land Niedersachsen zum Wohl der Gemeinde einsetzt.
Der Sieg von Ina Korter sei in der Höhe für Butjadinger Verhältnisse eine Sensation, kommentierte Lambertus Poll, Vorsitzender der Unabhängigen-Ratsfraktion, den Ausgang der Bürgermeisterwahl. Der sei für Meent Bruncken und auch für die CDU, die offensichtlich auf den falschen Kandidaten gesetzt habe, ein Desaster.
Lambertus Poll hofft, dass es unter einer „grünen“ Bürgermeisterin nicht zu einer Blockade im Butjadinger Rat kommt. Die werde es von Seiten der Unabhängigen, obwohl sie sich einen anderen Wahlausgang zugunsten ihres Kandidaten gewünscht hätten, nicht geben.
Auch die FDP, die in der Bürgermeisterfrage keine Wahlempfehlung gegeben hatte, werde das nicht erwartete sehr deutliche Wahlergebnis respektieren, so Ratsmitglied Jannes Bergsma. In den Parteien werde sehr schnell wieder der Alltag einkehren. Trotz mancher persönlicher Enttäuschung über den Wahlausgang werde es auch mit Ina Korter eine gute Zusammenarbeit im Rat geben können, glaubt der Liberale und zählt dabei auf die Kompetenz der künftigen Bürgermeisterin..
