WADDENS - Alle zwei Jahre steht das Freundschaftstreffen zwischen dem Friesischen Landesverband Oldenburg und dem Unterverband Eiderstedt aus Schleswig-Holstein auf dem Programm. Ideale Wettkampfbedingungen fanden die Friesensportler bei der zweitägigen Veranstaltung auf dem Außendeichsgelände in Waddens vor. Die Gäste wurden im Ferienpark in Fedderwardersiel untergebracht. Der Kreisvorsitzende des Kreisverbandes Butjadingen, Bert Poll, erfuhr, dass die Gäste die Unterbringung sehr lobten. Die Freundschaft zwischen den Verbänden wurde auch auf der abendlichen Feier im Burhaver Rathaussaal, wo die Butjadinger Crew vom Jugendzeltlager, für die Bewirtung zuständig war, weiter gepflegt.

Der sportliche Wettkampf stand im Standkampf und im Feldkampf für die Altersklassen weibliche und männliche Jugend, Frauen I und II, sowie Männer I, II und III an. Der KBV Waddens sorgte für einen reibungslosen Ablauf. Angetan waren alle Aktive von dem hervorragenden, gemähten und festen Außendeichsgelände. Solche Bedingungen finden die Friesensportler nicht oft vor. Grußworte überbrachten Butjadingens Bürgermeister Rolf Blumenberg und vom Kreissportbund Wilfried Fugel.

Mit dem Verlauf, bei idealem Spätsommerwetter zeigte sich auch der Landesvorsitzende Johann Hasselhorst zufrieden. Zwei besondere Ehrungen, Präsente hielt Hasselhorst für zwei bekannte Eiderstedter Funktionsträger bereit: Susanne Dirks stand 33 Jahre an der „Spitze“ der Eiderstedterinnen Frauen, und der Vorsitzender des Unterverbandes Eiderstedt, Jürgen Gebert, gibt sein Amt nach zwanzig Jahren nun im Herbst ab.

Nach dem Debakel vor zwei Jahren, als die Oldenburger mit dem „letzten Aufgebot“ nach Schleswig-Holstein reisten und klar verloren, präsentierten sich die Oldenburger diesmal überlegen. Die Oldenburger Feldobmänner Hinny Harms und Bernd Tapkenhinrichs hatten schlagkräftige Teams zusammengestellt. Wenn auch einige Leistungsträger bei den Männer I fehlten, konnte der KLV doch eine ausgeglichenen Besetzung aufbieten.

Beim Standkampf holten die Oldenburger in allen männlichen Klassen ein Plus von insgesamt 302,10 Meter heraus. Dieser Vorsprung wurde am zweiten Tag im Feldkampf weiter ausgebaut, so dass die Oldenburger in den männlichen Klassen mit einem enormen Vorsprung von 1267,10 Meter gewannen.

In den drei weiblichen Klassen lag Oldenburg im Standkampf bei der weiblichen Jugend und den Frauen II knapp vor. Die Eiderstedterinnen wurden ihrer Favoritenrolle in den Frauen I gerecht und gewannen hier mit 214,20 Meter. Im Gesamtergebnis Standkampf betrug dann der Vorsprung für Eiderstedt 65,00 Meter. In der Wertung Feldkampf zählt bei den weiblichen Klassen nur die Frauen I mit zehn Werferinnen. Auch siegte Eiderstedt mit 165,90 Meter.

Nach dem Werfen stärkten sich die Aktiven aus der Gulaschkanone und bei der anschließenden Siegerehrung wurden formschöne Glasembleme an alle Teilnehmer überreicht. Gut gelaunt ging man auseinander und will sich turnusgemäß in zwei Jahren in Eiderstedt treffen.